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Mein Name ist Thomas. Als Kind
hatte ich nie ein Tier und so war es meine erste Erfahrung als
unsere geliebte Nicky während unserer Zeit in China unserer
Familie beitrat. Die Beziehung, die sich zwischen mir und Nicky
entwickelte, veränderte jedoch mein Leben von Grund auf. Mehr
als all der Spaß, den wir zusammen hatten, mehr als die Liebe
und Zuneigung, die wir fühlen durften, mehr als das war diese
innere Verbindung, die auch heute noch schwer zu beschreiben
ist. Während dieser Zeit hatte ich auch die Möglichkeit mehr als
nur den Hund zu sehen und den wahren Freund mit all den Gefühlen
und der inneren Seele zu erkennen. Der Tag als sie ging war
einer der schwierigsten Tage meines Lebens.
Sie ist das eigentliche Herz der ganzen Khlongdogs Idee, da sie
den tief empfundenen Respekt und das Engagement den Tieren in
Not zu helfen in uns gefördert hat. Schon während der letzten
Jahre ihres Lebens kamen andere Tiere hinzu und die Zahl der
Khlongdogs Mitglieder ist seither ständig angewachsen. Schon oft
glaubte ich, dass wir nun den Punkt erreicht hatten und
ausgebucht waren, aber sobald man eben seine Augen öffnet trifft
man auf die Grausamkeit, das Leid und die grenzenlosen Schmerzen
hier in den Straßen. Ich habe nie zuvor so viele Tiere in einem
so elenden Zustand wie hier gesehen und andererseits ist die
unglaubliche Gleichgültigkeit auf der Seite der Menschen schon
fast unbeschreiblich. Da gibt es viele Tiere, die absichtlich zu
Tode geschlagen oder einfach behindert am Straßenrand liegen
gelassen werden. Da sind solche Tiere, die jetzt völlig
entstellt sind, weil ihnen Menschen Säure ins Gesicht geschüttet
haben und dann ist da die große Armee von Tieren, die chronisch
unterernährt sind, schwere Hautkrankheiten haben oder tiefe und
offene Wunden mit sich tragen. Die Liste ist lang, sehr lang und
man kann seine Augen nur noch in tiefer Scham schließen.
Ich habe mich daher entschlossen den Großteil meiner Zeit der
Sorge und Pflege für die Mitglieder von Khlongdogs zu widmen.
Die treibende Idee ist dabei ehemaligen Straßenhunden und
Straßenkatzen ein Zuhause zu geben in dem sie die Möglichkeit
haben sich ganz von ihren Krankheiten und von den traumatischen
Erlebnissen zu erholen, um letztlich wieder gesunde und vor
allem glückliche Tiere zu werden. Sobald sie hier ankommen, sind
sie auch keine Straßentiere mehr. Ich denke, dass dies wichtig
ist, denn wenn ich nur ein bisschen von all dem Leid und dem
Schmerz, den diese Tiere erfahren haben, wieder rückgängig
machen kann, dann wird sich zwar das Ausmaß der Grausamkeit auf
der Straße kaum ändern, aber es könnte vielleicht ein bisschen
helfen. Deshalb leben unsere Freunde hier auch nicht in Käfigen,
sondern können sich frei bewegen und sich mit den anderen
Mitgliedern bei Khlongdogs anfreunden, soweit dies die internen
Regeln der jeweiligen Katzen- oder Hundegesellschaft zulassen.
All dies geht auf meine Idee zurück, dass diese Tiere die
Möglichkeit haben müssen, das zu sein, was sie nun einmal sind.
Wir haben kein formales Training, aber wir reden viel
miteinander und wir haben allgemeine Regeln, wie wir hier alle
zusammen leben. Es ist absolut erstaunlich, wie Tiere, die zuvor
auf den Straßen lebten, auf Liebe und Zuneigung ansprechen, wie
sie noch immer in der Lage sind eine enge Verbindung mit einem
Menschen einzugehen und wie verständlich sie für alle Dinge
sind, die unser Leben hier ausmachen.
Ich kann sicherlich die Dinge nicht rückgängig machen, die den
meisten hier in ihrem Leben zugestoßen sind. Aber ich kann hier
sein und ihnen dabei helfen zumindest die schlimmsten Ängste zu
überkommen und wieder ein normales Leben zu finden. Wenn ich sie
dann unbeschwert spielen sehe, wenn sie stolz im Garten stehen
und wenn sie mich küssen, dann bekomme ich meinen Lohn und das
ist mehr als genug für mich. |
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