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Mein Name ist Paporn. Meine tiefe
Verbundenheit mit Hunden und anderen Tieren hat seine Wurzeln
bereits in der Zeit als wir in China lebten. Als wir noch in
Beijing waren fuhren wir aufs Land zu einem Bauern und haben
dort unsere liebe Nicky getroffen. Sie war die letzte ihrer
Geschwister und so wie es aussah gab es niemanden, der sie haben
wollte. Der Bauer freute sich daher sehr, dass wir sie mitnahmen
und Nicky war seit diesem Tag immer bei uns. Ich hatte mich sehr
um Nicky gekümmert und selbst als wir später dann nach Thailand
umzogen folgte sie uns.
Als ich dann wieder in Bangkok war, sah ich so
viel Elend auf den Straßen, dass ich einfach nicht mehr wegsehen
konnte. Ich war beschämt zu sehen, wie die Tiere hier in meinem
Land leben mussten. Als ich dann eines Tages sehr spät vom Büro
nach Hause wollte, da sah ich eine Hündin, die um ihr Leben
kämpfte, weil sie angefahren und dann zurückgelassen wurde. Es
war offensichtlich, dass sie nun gelähmt war und ihr ganzer
Körper war mit Blut überzogen. Dennoch versuchte sie mit aller
Kraft sich selbst von der Straße zu ziehen. Ich hielt sofort
mein Auto an und nahm sie mit mir. Wir fuhren zu einem Tierarzt
und dort wurde sie dann behandelt. Ich besuchte sie immer wieder
und brachte sie dann später in ein Heim für behinderte Hunde.
Noch heute spende ich regelmäßig Geld für dieses Heim.
Später zogen wir dann aus unserer Stadtwohnung aus und lebten in
einem Haus mit Garten. Sobald wir dort waren adoptierte ich
Tiere von der Straße und so begann die Idee von Khlongdogs.
Heute leben 30 Tiere bei uns und wir kümmern uns jeden Tag um
jedes Tier. Dabei habe ich aber die anderen Tiere auf der Straße
nie vergessen. Deshalb fahre ich regelmäßig durch meine
Nachbarschaft und bringe immer Futter und Wasser mit mir. Jedes
Mal, wenn ich einen Hund oder eine Katze sehe, dann muss ich
ihnen wenigstens versuchen zu helfen. Manche Hunde bringe ich
zum Arzt um sie für allgemeine Dinge zu behandeln, andere lasse
ich neutralisieren und dann gibt es Hunde, die Hilfe bei Krebs
oder Verletzungen brauchen.
Manche Hunde, denen ich über die Jahre geholfen habe, wurden
vergiftet, von Autos zu Tode gefahren oder einfach zu Tode
geschlagen. Leider gibt es kaum geeignete Plätze hier, wohin man
einen kranken Hund oder Katze bringen kann. Aber vor etwa 5
Jahren traf ich Pa Tim und sie sorgt sich um über 100 Hunde.
Manchmal kann ich ihr ein paar Hunde bringen. Leider gibt man
uns Tierliebhabern hier in Thailand kaum Gehör und es scheint
völlig akzeptabel zu sein einen Hund auszusetzen oder ein Tier
zu töten, wobei Menschen, die diese Tiere versuchen zu retten
oder selbst adoptieren oft verhöhnt werden oder viele Probleme
mit den Behörden oder den Nachbarn bekommen.
Ich habe viel geweint seit ich mich aktiv um die Straßenhunde
und Katzen hier kümmere. Manchmal muss ich schwer gegen das
Gefühl ankämpfen einfach aufzugeben und ich frage mich, warum
ich nicht so gleichgültig sein kann wie andere Menschen, die
sich keine Gedanken über den Hund machen, der gerade neben ihrem
Auto liegt. Aber ich kann nicht aufhören, was ich begonnen habe
und ich habe den Tieren versprochen, dass ich mich so lange wie
irgend möglich um sie kümmern werde. Und ungeachtet all der
Probleme und Schmerzen, die ich überwinden muss, da wird immer
eine Möglichkeit bestehen noch ein Tier zu retten und irgendwie
wird auch immer wieder ein Platz in unserem Hause frei sein.
Diese Tiere sind alle so schön und vor allem solch wertvolle
Wesen und es wäre eine Sünde ihnen nicht zu helfen, nicht
hinzusehen und sich abzuwenden. Letztlich sind sie ja alle nur
deshalb auf der Straße, weil sie jemand zuvor ausgesetzt hat. |
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