Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Yoko

 
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  Mein Name ist Yoko. Genau wie viele andere Mitglieder bei Khlongdogs kam ich als kleiner und reichlich hilfloser Kater hierher. Ich war zuvor ja in einem Haus, aber so wie es sich herausstellte war ich und meine Schwestern doch zu viel für den Haushalt und so wurden wir eines Tages einfach ausgesetzt. Glücklicherweise wurden wir gefunden und bekamen erst einmal einen Platz an dem wir uns erholen konnten. Bald danach kam ich zu Khlongdogs und ich lebe noch immer hier, da man mir sagte, dass sie mich nie mehr gehen lassen. Das ist natürlich riesig, da ich nicht mehr auf der Straße leben will und schon gar nicht in Bangkok.

Obwohl ich ja noch immer ein junger Kater bin, so bin ich doch schon sehr schön geworden. Nun, während meiner Zeit hier im Team habe ich schon viel gesehen und gehört und viele Geschichten geben einem sehr zu denken. So denken ja viele Menschen, dass wir Katzen nie folgen und nur tun was wir wollen. Das ist aber nicht ganz richtig, da wir vom Typ her eben so sind, wie wir uns auch zeigen. Aber wir sind ausgesprochen neugierige Zeitgenossen und interessieren uns nahezu für alles um uns herum. Das sollte uns nun zu sehr liebenswerten Freunden machen, aber so nett wir ja auch sein mögen, wir enden eben doch nur allzu oft auf der Straße. Und das ist sehr schade.

Vor einiger Zeit gingen wir hier zum Tierarzt und ich sah viele Menschen mit Tieren. Die meisten waren teure ausländische Rassen und kaum ein lokaler Freund war dabei. Natürlich fragte ich mich dann, warum die Menschen so viel Geld ausgeben, wenn doch so viele Katzen und Hunde auf der Straße leben und gar nichts kosten. Dann sah ich einen Zettel an der Wand. Nun suchte da jemand eine Katze im Austausch gegen eine andere Katze, da die Katze zuhause nicht die richtige Farbe hätte. Wow! Ist es jetzt denn so, dass die Katze schon zur Farbe des Porsche oder zur Handtasche oder sonst etwas passen muss? Plötzlich fühlte ich mich ganz schlecht und fragte mich, was denn dann mein Leben so wert sei. Zwar denke ich noch immer, dass ich ein hübscher Bursche bin, aber: aber wer hat schon ein schwarz/weißes Auto oder eine passende Handtasche? Ich war innerlich ganz zerstört und nahm mir vor in der Zukunft doch eher zurückhaltend zu sein.

Vielleicht hatte Mahatma Ghandi ja Recht, wenn er sagte: "Man kann eine Gesellschaft daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Was ist denn in all den Jahren falsch gelaufen? Wir Katzen wurden doch einst in Tempeln verehrt, die Menschen verstanden auch, dass wir mehr können als nur Mäuse fangen, wir waren die Hüter der Unterwelt und jeder wusste, dass wir Katzen ganz besondere Fähigkeiten besitzen. Nun müssen wir zur Farbe des Autos passen, pflegeleicht sein und sollen uns ganz leise verziehen, wenn die Familie in Urlaub geht oder umzieht. Ist das eure Gesellschaft?

Ich hoffe wirklich, dass es keine Wiedergeburt gibt, da die Menschen, die uns heute vernachlässigen oder misshandeln, vielleicht als Straßenkatze oder als Straßenhund wiedergeboren werden und dann den Schmerz, das Leid und die Einsamkeit der Vergessenen selbst empfinden und so leben müssen wie wir. Bitte helfen sie unseren Freunden da draußen und denken sie darüber nach, ob sie eine Straßenkatze oder einen Straßenhund für sich adoptieren können. Danke!
   
   
 
   
 
     
     
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