Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Tiger

 
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  Hallo, ich bin der Tiger und ich bin gerade erst hier bei Khlongdogs angekommen. Nun, ich gebe gerne zu, dass ich mich irgendwie selbst hereingelassen habe und auf eine doch eher unkonventionelle Art meine Mitgliedschaft bei Khlongdogs erschlichen habe. Aber, dem Mutigen gehört die Welt und nun bin ich hier. Es fing alles schon vor einiger Zeit an als ich mich mit einem Freund unterhielt und wir uns einig waren, dass das Leben auf der Straße doch ziemlich elend ist. Jedoch erzählte mir mein Freund auch von einem Platz, wo man solche wie mich gerne aufnimmt und so entschloss ich mich, diesen mysteriösen Ort zu suchen. Nach einiger Zeit stand ich plötzlich vor den Toren von Khlongdogs und sie können sich gut vorstellen, wie ich mich fühlte als ich feststellte, dass das ganze Gelände von 12 Hunden bewacht wurde. Natürlich waren die Katzenquartiere im Haus und es wurde mir sehr schnell klar, dass ich einen guten Plan brauchte, noch besser, einen sehr guten Plan, um ins Haus zu kommen, denn letzen Endes wollte ich ja noch lebend gerettet werden!

Also wartete ich einige Zeit bis die Hunde ihren Mittagsschlaf antraten und gab mir einen Ruck, kroch durch das Eingangstor und machte mich auf den Weg ans andere Ende des Hauses, wo ich ein geeignetes Versteck vermutete. Dort blieb ich und versuchte möglichst keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Manche der Hunde rochen aber doch etwas, aber sie wissen ja, dass Hunde bei weitem nicht so schlau sind wie Katzen. Nach Sonnenuntergang verbringen die Hunde ihre wilde Zeit im großen Garten und die Menschen erschienen in meiner Nähe. Es war Paporn, die mich dort in meiner Ecke fand und sie rief sofort Thomas zu, dass er die Hunde im Garten halten solle, bis sie mich eingefangen hatte. Sie brachte mich dann ins Haus und ich fand mich in Quarantäne wieder oder wie ich es ausdrücken würde: in Schutzgewahrsam. Jedenfalls hatte ich es geschafft und der Umstand, dass ich zum Tierarzt musste und für eine Woche allein war, machte mir keine großen Probleme, denn zumindest hatte ich jetzt ausreichend zu essen und zu trinken.

Dann kam der schönste Tag meines Lebens. Ich wurde nach oben gebracht und dem Team vorgestellt. Wow, da waren 15 andere Katzen, die mich willkommen hießen und ich wusste sofort, dass es richtig war hierher zu kommen. Manche hier haben nur drei Beine, andere springen mit nur einem Auge durch den Gang, aber alle scheinen in guter Laune zu sein. Nun, nachdem ich einige Tage hier verbracht und schon meine ersten Freundschaften geschlossen habe, fühle ich mich richtig gut und selbst die großen Jungs hier, die das Team kontrollieren, mögen mich. Vielleicht geben sie mir auch nur eine Gnadenfrist, weil ich noch so klein bin. Nachts darf ich zusammen mit Thomas, Garfield und anderen in einem großen Bett schlafen und tagsüber ist immer etwas los. Nun gibt es ja solche, die meinen, dass man mich noch gar nicht so richtig Tiger nennen kann, aber ich glaube, dass ich schon jetzt das Herz eines Tigers habe und zudem ist dies ja auch das Jahr des Tigers.

Ich weiß nicht, was mein Leben noch so bringen wird, aber derzeit sieht es ganz vielversprechend aus und nachdem ich mich hier mit den anderen unterhalten habe und den Geschichten lausche, die man hier so erzählt, weiß ich, dass es gut war der Straße zu entkommen. Aber das bringt mich zu einem letzten Anliegen und einer Bitte, die ich noch habe. Schauen sie mich an, ich bin so klein und ich bemühe mich wirklich mich anzupassen. Wenn eines Tages einer meiner Freunde vor ihrer Türe steht, dann machen sie die Türe bitte auf, nehmen sie ihn an und geben ihm ein Zuhause.

Bitte!

Mehr über Tiger Gott, sag uns warum!
   
   
   
   
 
     
     
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