Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Lotus

 
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  Mein Name ist Lotus und ich bin die Schwester von Jessica und Dullop. Unsere Geschichte ist im Grunde nicht so unterschiedlich, wie die von Romeo und Juliette, da auch wir einfach vergessen und auf einer Straße in Bangkok ausgesetzt wurden. Zunächst war da nicht viel was wir tun konnten und so haben wir uns erst einmal ein ruhiges Versteck gesucht. Die Tage vergingen und keine Hilfe war in Sicht. An manchen Tagen fanden wir ein wenig Reis oder anderes Essen in der Nähe eines Ladens in unserer Umgebung, aber auch das konnte unsere hungrigen Mägen nicht füllen. Nun kann ich ihnen nicht genau sagen, warum wir ausgesetzt wurden und warum wir unser Heim verloren, aber ich habe so ein Gefühl, dass wir eben eine Last waren. Viele von uns Straßenkatzen haben dieses Gefühl und es scheint so, dass dieses Problem mit der Zeit immer größer wird.

Meine Schwester und ich haben natürlich noch oft nach der Mutter gerufen und wir hofften, dass wir unsere Mutter in einer der Gassen unserer Nachbarschaft finden könnten. Aber da war keine Mutter mehr und wer würde sich schon um drei kleine Katzen kümmern, wenn nicht die eigene Mutter. Später dann hatten wir die Hoffnung, dass uns jemand aus der Gasse sehen und mit zu sich nach Hause nehmen würde, uns Essen und Schutz geben würde. Aber alle sahen so geschäftig aus und niemand zeigte irgendein Interesse an der Situation in der wir uns befanden. Als wir uns weiter in unserer Umgebung umsahen erkannten wir auch schnell, dass dort noch viele andere Katzen und Hunde lebten und wir verstanden ganz langsam, dass wir uns mit der gegebenen Situation abzufinden hatten. So eine Situation bietet aber nicht viele Alternativen und dies vor allem, wenn man eine kleine Katze ist, viel zu jung, um für die tägliche Ration an Essen und Trinken zu kämpfen. Und der Wettbewerb war hart.

Dullop sagte uns, dass wir nicht weinen sollten, da dies nur die anlocken würde, die es auf uns abgesehen haben und er machte sich ganz ernsthafte Sorgen um seine Schwestern. Aber wir haben weiter geweint und irgendwie scheint dies die Aufmerksamkeit einer netten Dame gefunden zu haben. Sie näherte sich unserem Versteck und blickte uns für einige Zeit an. Dann ging sie wieder weg und kam mit einer kleinen Kiste wieder in die sie uns legte und dann mitnahm. Zum ersten Mal in unserem Leben durften wir dann Auto fahren, aber wir waren dennoch so ängstlich, da wir nicht wussten wohin die Reise ging. Als wir dann anhielten brachte sie uns in ihr Haus und wir bekamen Essen und Trinken. Das war natürlich willkommen. Da waren auch noch viele andere Katzen, die uns aber gleich sagten, dass dies nur ein vorübergehendes Zuhause sei und wir danach noch ein richtiges Zuhause finden müssten, wo wir dann für immer bleiben könnten.

Unter den gegebenen Umständen waren wir zumindest sicher und sind auch nicht in die Hände eines Restaurant Besitzers gefallen, der Katzen auf dem Menu hat. Die nette Dame hat unsere Geschichte dann ins Internet getan und Paporn meldete sich sofort. So haben wir wieder alles gepackt und marschierten in unser neues Zuhause bei Khlongdogs, wo wir alle noch immer leben. Das ist für mich ganz besonders wichtig, da ich ohne meine lieben Geschwister nicht leben könnte. Ich bin eben eine ziemlich sensible Katze und liebe meine Geschwister über alles. Auch wenn die Zeit in der kleinen Gasse längst vorbei ist, so sind mir doch einige Träume und viele Erinnerungen geblieben, die mir oft ein sehr unangenehmes Gefühl geben. Vielleicht liegt es daran, dass wir fast gestorben wären oder zumindest ein elendes Leben auf der Straße auf uns wartete. Ja, wir hatten Glück, aber es gibt noch so viele andere Katzen dort draußen, die alle auch noch ein Heim suchen. Mehr als alles suchen sie aber eure Liebe.
   
   
 
   
 
     
     
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