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Mein Name ist Laifu der Große oder
einfach der Tempelkater. Ich verbrachte die ersten Monate meines
wertvollen Lebens in einem Tempel in der Nähe der Stadt
Ayudhaya, wo die Mönche ein Herz für uns Tiere haben. So toll
und romantisch dies ja auch klingen mag, so sollten sie aber
auch wissen, dass ich diesen Tempel mit weiteren etwa 250 oder
300 Straßenhunde teilte und das ist für einen kleinen Kater nun
gar nicht gut. Da war ich nun ganz alleine und jeder Tag war ein
richtiger Kampf. Immer wenn ich etwas zum Essen sah, dann sah
ich auch viele Hunde rund um die Schüssel und ich musste immer
auf einen dieser wenigen ruhigen Momente warten, wenn ich mich
anschleichen konnte, um einen Bissen zu ergattern. Natürlich
habe ich auch das trübe Wasser aus dem nahegelegenen Khlong
versucht und habe dann auch die Konsequenzen getragen. So habe
ich stetig an Gewicht verloren und mein Lebenswille wurde
täglich kleiner bis ich dann nur noch Haut und Knochen war. Mein
Ende war nahe.
Die Leute haben ja den falschen Eindruck, wenn sie meinen, dass
Katzen jede Situation überleben können, aber auch für uns ist
das Leben in diesem Stadtdschungel ausgesprochen schwierig.
Jedenfalls war es so, dass ich gerade ein wohl verdientes
Nickerchen in einer Ecke des Tempels machte als Paporn um diese
Ecke kam. Zunächst war sie sehr überrascht mich hier unter all
den Hunden zu sehen, aber dann kam sie näher und nahm mich auf
den Arm. Nun war allerdings ich überrascht, denn normalerweise
wurde ich nie von Menschen in den Arm genommen. Sie nahm mich
dann mit und wir näherten uns ihrem Auto. Nachdem sie ein paar
Worte mit ihrem Ehemann gewechselt hatte, wickelten sie mich in
ein Handtuch und legten mich in ihr Auto. Ich war dabei den
Tempel für immer zu verlassen.
Eingewickelt in dieses Tuch fiel ich bald in tiefen Schlaf ohne
zu wissen wo ich nun hinfahren würde oder was mit mir passieren
sollte. Ich hatte ja so den Eindruck, dass es ganz nette Leute
waren und ich muss sagen, dass ich mich gerne in dem
klimatisierten Auto ausruhen wollte. Ich kam dann hier zu
Khlongdogs und wurde zunächst in einen kleinen Raum gebracht,
weil ich so schmutzig und meine Haut infiziert war, so dass ich
zunächst einmal nicht zu den anderen Katzen durfte. Obwohl sie
dann Essen und Trinken vor mich stellten konnte ich nichts zu
mir nehmen, auch wenn der Anblick natürlich verführerisch war.
Daher fand ich mich auch bald in einer Tierklinik wieder und
bekam Medizin und Flüssigkeiten eingeflößt, um mein System
wieder zum Laufen zu bringen.
Seit damals habe ich mich prächtig von meiner erbärmlichen
Situation erholt und habe mich gut entwickelt: ich bin jetzt ein
schmucker Kater geworden. So konnte ich auch bald die anderen
Katzen besuchen und jetzt lebe ich mit all den anderen zusammen.
Wir haben hier auch einen Jungen-Klub mit Tuna, Yoko, Dullop,
Gomain, Romeo und mir und glauben sie mir: wir sind ein wildes
Team. Wir haben viel Platz zum Schlafen, zum Verstecken, zum
Klettern, zum Kratzen oder ein zum Herumlaufen und so habe ich
meine Zeit im Tempel schon fast vergessen. Ich muss ihnen nicht
sagen, dass ich zugenommen habe und noch viel schöner geworden
bin.
Hier bei Khlongdogs können wir viele Zimmer nutzen und wir alle
schauen gerne Filme mit Thomas im Fernsehen an. Aber sorgen sie
sich nicht: wir sind alle noch immer Katzen und wissen wie man
sich benimmt - zumindest meistens. Manchmal denke ich an den
Tempel und die Mönche, die immer versuchten uns zu helfen. Nun
habe ich endlich ein Zuhause und kann mit all den anderen Katzen
ein anständiges Leben führen. Hier muss ich mich vor nichts
fürchten und wir alle können stolze Katzen sein. Dafür danke ich
euch! |
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