Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Laifu

 
Straßenleben
Was wir brauchen
Krankheiten
Heime & Ärzte
Spenden
Foto Galerie
Unsere Teams
Unsere Einrichtung
Unsere Philosophie
News & Projekte
Über uns
Links
 
     
  Mein Name ist Laifu der Große oder einfach der Tempelkater. Ich verbrachte die ersten Monate meines wertvollen Lebens in einem Tempel in der Nähe der Stadt Ayudhaya, wo die Mönche ein Herz für uns Tiere haben. So toll und romantisch dies ja auch klingen mag, so sollten sie aber auch wissen, dass ich diesen Tempel mit weiteren etwa 250 oder 300 Straßenhunde teilte und das ist für einen kleinen Kater nun gar nicht gut. Da war ich nun ganz alleine und jeder Tag war ein richtiger Kampf. Immer wenn ich etwas zum Essen sah, dann sah ich auch viele Hunde rund um die Schüssel und ich musste immer auf einen dieser wenigen ruhigen Momente warten, wenn ich mich anschleichen konnte, um einen Bissen zu ergattern. Natürlich habe ich auch das trübe Wasser aus dem nahegelegenen Khlong versucht und habe dann auch die Konsequenzen getragen. So habe ich stetig an Gewicht verloren und mein Lebenswille wurde täglich kleiner bis ich dann nur noch Haut und Knochen war. Mein Ende war nahe.

Die Leute haben ja den falschen Eindruck, wenn sie meinen, dass Katzen jede Situation überleben können, aber auch für uns ist das Leben in diesem Stadtdschungel ausgesprochen schwierig. Jedenfalls war es so, dass ich gerade ein wohl verdientes Nickerchen in einer Ecke des Tempels machte als Paporn um diese Ecke kam. Zunächst war sie sehr überrascht mich hier unter all den Hunden zu sehen, aber dann kam sie näher und nahm mich auf den Arm. Nun war allerdings ich überrascht, denn normalerweise wurde ich nie von Menschen in den Arm genommen. Sie nahm mich dann mit und wir näherten uns ihrem Auto. Nachdem sie ein paar Worte mit ihrem Ehemann gewechselt hatte, wickelten sie mich in ein Handtuch und legten mich in ihr Auto. Ich war dabei den Tempel für immer zu verlassen.

Eingewickelt in dieses Tuch fiel ich bald in tiefen Schlaf ohne zu wissen wo ich nun hinfahren würde oder was mit mir passieren sollte. Ich hatte ja so den Eindruck, dass es ganz nette Leute waren und ich muss sagen, dass ich mich gerne in dem klimatisierten Auto ausruhen wollte. Ich kam dann hier zu Khlongdogs und wurde zunächst in einen kleinen Raum gebracht, weil ich so schmutzig und meine Haut infiziert war, so dass ich zunächst einmal nicht zu den anderen Katzen durfte. Obwohl sie dann Essen und Trinken vor mich stellten konnte ich nichts zu mir nehmen, auch wenn der Anblick natürlich verführerisch war. Daher fand ich mich auch bald in einer Tierklinik wieder und bekam Medizin und Flüssigkeiten eingeflößt, um mein System wieder zum Laufen zu bringen.

Seit damals habe ich mich prächtig von meiner erbärmlichen Situation erholt und habe mich gut entwickelt: ich bin jetzt ein schmucker Kater geworden. So konnte ich auch bald die anderen Katzen besuchen und jetzt lebe ich mit all den anderen zusammen. Wir haben hier auch einen Jungen-Klub mit Tuna, Yoko, Dullop, Gomain, Romeo und mir und glauben sie mir: wir sind ein wildes Team. Wir haben viel Platz zum Schlafen, zum Verstecken, zum Klettern, zum Kratzen oder ein zum Herumlaufen und so habe ich meine Zeit im Tempel schon fast vergessen. Ich muss ihnen nicht sagen, dass ich zugenommen habe und noch viel schöner geworden bin.

Hier bei Khlongdogs können wir viele Zimmer nutzen und wir alle schauen gerne Filme mit Thomas im Fernsehen an. Aber sorgen sie sich nicht: wir sind alle noch immer Katzen und wissen wie man sich benimmt - zumindest meistens. Manchmal denke ich an den Tempel und die Mönche, die immer versuchten uns zu helfen. Nun habe ich endlich ein Zuhause und kann mit all den anderen Katzen ein anständiges Leben führen. Hier muss ich mich vor nichts fürchten und wir alle können stolze Katzen sein. Dafür danke ich euch!
   
   
 
   
 
     
     
© Copyright 2008 - design by Thomas H. Jäkel