Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Kim

 
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  Mein Name ist Kim und trotz meiner bisherigen Erfahrungen bin ich noch immer eine schöne Katze, die inzwischen auch wieder zuversichtlich ins Leben blickt. Wie viele, die hier bei Khlongdogs leben, wurde ich vorher nicht sehr gut versorgt und mein vorheriger Besitzer hat sich nicht besonders um so Dinge wie Impfungen gekümmert. Nachdem sie mich dann schließlich ausgesetzt hatten und mich der Straße überließen, habe ich mich dann mit der Katzengrippe angesteckt und musste hart um ein Leben kämpfen. Trotz all meiner Bemühungen konnte ich jedoch nicht alles von mir abwenden und so bekam ich ein entzündetes Auge, welches am Ende entfernt werden musste. Irgendwie wurde ich zwischen all diesen Dingen von einer netten Dame gerettet, die sich dann um mich kümmerte. Aber sie musste mich dann doch zur Adoption frei geben, da sie mich nicht behalten konnte. Nun kann ich ihnen aber sagen, dass Adoption natürlich so eine Sache ist, wenn sie nur noch ein Auge haben und ich denke, dass ihnen Jolie schon auf ihre Art erklärt hat, was eine Behinderung in der Tierwelt bedeuten kann.

Wir Straßenkatzen mögen ja das Internet, da sich Menschen dort immer wieder über unsere Probleme unterhalten und so erfahren, wenn von uns einer ein Zuhause sucht. Andere von uns wie Dullop, Gomain oder Jessica und ihre Geschwister haben auch auf diese Weise ein Zuhause gefunden. Sie können sich natürlich vorstellen, dass ich eher vorsichtig war als ich hier bei Khlongdogs ankam und genau wie Jolie bevorzugte ich einen Platz unter dem Sofa oder eine dunkle Ecke im Schrank, wo ich mich gut verstecken konnte. Doch schon nach ein paar Tagen habe ich das Ganze etwas leichter genommen und begann mich mit den anderen Katzen zu unterhalten. Das ging ganz gut und ich habe jetzt viele Freunde hier. Vor allem die Jungen sind sehr lustig und immer in der Laune zum Spielen.

Monate später war mein nicht mehr vorhandenes Auge wieder entzündet und wurde größer und größer. Nun sollte man ja denken, dass es hart genug ist, wenn man nur noch ein Auge hat, aber nun machte mir das fehlende Auge nochmals Probleme. Zum Glück war es diesmal kein Virus, sondern nur eine Entzündung, die viel schlimmer aussah als es wirklich war. Dennoch dauerte es über drei Wochen bis ich meine ganze Schönheit wieder hatte und dieses hässliche Ding da weg war. Da ich nun nicht besonders gerne Medizin einnehme hatte ich mir einiges einfallen lassen, um die Pillen nicht schlucken zu müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich bin eine ziemliche Schmusekatze und wann immer ich die Chance sehe schnuckle ich mich an Thomas oder Paporn, schlafe auf deren Kissen oder bleibe die ganze Nacht bei ihnen. Nun, jeder braucht ab und zu so seine Streicheleinheiten und ich kann da ganz besonders überzeugend sein. Ja, ich habe immer noch nur ein Auge, aber so wie es aussieht lieben sie mich hier dennoch. Alles was ich immer wollte war die Möglichkeit wieder von jemandem geliebt zu werden und nun habe ich ein wirklich schönes Zuhause gefunden, viele Freunde und ein Umfeld, das es mir erlaubt wieder eine ganz normale Katze zu sein. Meine eingeschränkte Sicht behindert mich zwar immer noch bei manchen Dingen und ich bin besonders vorsichtig, wenn ich auf Regalen herumspringe, aber ich kann viele andere Dinge mit meinen Freunden machen. Hier gibt es keinen langweiligen Tag.

Viele halten Katzen ja für Überlebenskünstler und in der Tat ist da natürlich etwas dran. Aber auch wir Katzen wollen nicht nur überleben, sondern wir suchen auch Zufriedenheit und inneren Seelenfrieden. Doch mehr als alles andere wollen auch wir geliebt werden und sie können mir gerne glauben, wenn ich ihnen sage, dass wir mehr geben als nehmen. Bitte helfen sie auch anderen Katzen. Bitte!
   
   
 
   
 
     
     
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