Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Juliette

 
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  Mein Name ist Juliette und ich bin die Schwester von Romeo. Vielleicht haben sie ja die Geschichte meines Bruders schon gelesen und was er über uns dort geschrieben hat. Romeo ist nämlich ein ganz intelligenter Kater und sie werden seine Ansichten sicherlich sehr interessant finden. Zunächst müssen sie natürlich verstehen, dass wir beide absolut unzertrennlich sind, denn Romeo ist nicht nur mein Bruder, sondern er ist der Mittelpunkt meines Lebens, mein Schutzengel und der Wind unter meinen Flügeln. Als wir beide auf der Straße lebten, da hatte ich meine Hoffnung auf ein besseres Leben schon verloren. Ich hatte solche Angst, dass wir beide dort draußen sterben würden, krank und hungrig und ohne jemanden, der unseren Tod auch nur zur Kenntnis nehmen würde. Da war es Romeo, der mir Kraft gab und der immer zu mir stand. Er gab mir Hoffnung und wärmte mich in der Nacht als die Dämonen der Verzweiflung kamen und mich verfolgten.

Oh Romeo, mein Romeo, was hätte ich ohne deine vielen kleinen Lügen von einer besseren Welt gemacht, von einem Zuhause für Katzen und Hunde, wo wir beide ohne Furcht und Verzweiflung leben können. Wann immer wir aus unserem Versteck krochen, um nach Wasser und Essen zu suchen, dann warst es du, Romeo, der mich zum Lachen brachte und mir sagte, dass in ein paar Tagen alles besser sein würde. Ja, ich war nahe dran aufzugeben, weil ich all meine Kraft und Zuversicht verloren hatte. Aber ich folgte dir. Und als wir von einem Käfig in den anderen verschoben wurden, da hast du nie aufgehört für mich zu sorgen. Du hast mir die Hoffnung auf ein besseres Leben gegeben. Ich weiß nur zu gut, dass du mir all diese Geschichten nur erzählt hattest, um mich am Leben zu erhalten und um mich zu retten. Ich danke dir so sehr dafür.

Mir geht es heute viel besser und ich habe damit begonnen meine Angst zu überwinden. Als ich hier zu Khlongdogs kam traute ich niemandem - nicht einmal den anderen Katzen. Ich hatte solche Angst, dass ich bald wieder in einen anderen Käfig kommen würde oder, dass noch weitaus Schlimmeres passieren würde: dass ich dich, mein Romeo, verlieren würde. Aber nach einiger Zeit begann ich zu verstehen, dass Romeo doch Recht hatte. Wir sind nun hier und hier gibt es keine Käfige. Wir bewegen uns frei und können spielen und schlafen wo immer wir wollen. Da gibt es genug Essen für alle und ich mag vor allem die Meeresfrüchte. Wir werden medizinisch versorgt und da ist immer jemand, der nach uns sieht und sich um uns kümmert. Ja, Romeo, es war richtig an dem Traum festzuhalten, denn es gibt sie, die bessere Welt für Hunde und Katzen.

Doch auch wenn ich mich sehr gut an Khlongdogs und mein Leben hier gewöhnt habe, so verfolgen mich doch noch immer schwere Träume und Erinnerungen. Vielleicht schlafe ich deshalb noch immer in Romeos Armen. Aber nun spiele ich auch mit anderen Katzen und habe schon viele Freunde gefunden. Ich weiß, dass Romeo immer noch über mich wacht und er ist nie weit weg von mir. Ich denke er freut sich sehr, wenn er mich glücklich sieht. Ich bin mir sicher, dass es für ihn eine große Last war sich all die Zeit um mich zu kümmern und er muss jetzt seine eigene Freude am Leben finden. Aber auch ich werde nie weit sein, wenn er mich einmal braucht.

Ja, wir Katzen haben Erinnerungen und wir haben eine Seele. Viele meiner Freunde hier haben sogar noch schlimmere Erfahrungen gemacht und viele kämpfen noch immer mit diesen traumatischen Ereignissen. Wir brauchen viel Zeit, aber wir haben nun endlich Luft zum Atmen und die Umgebung, um uns zu entspannen. Wir sind wieder Katzen. Bitte denken auch sie darüber nach, was sie für unsere Freunde tun können, die noch immer dort draußen sind. Bitte!
   
   
 
   
 
     
     
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