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Die Geschichte von Zidane

 
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  Mein Name ist Zidane und ich bin die Schwester von Klose und Klinsi. Es kann ja sein, dass sie schon die Möglichkeit hatten deren Erzählungen über unsere Rettung zu lesen. Ja, wir hatten so viel Glück und haben dies auch heute noch. Aber lassen sie mich noch meinen Teil zu diesen Geschichten beitragen, damit sie noch besser verstehen können, was man alles tun kann und wie man das Leben eines Straßenhundes für immer verändern kann. Es ist wichtig zu verstehen, dass ich nicht immer ein so schönes, gesundes und kräftiges Mädchen war und mein Leben einst ganz anders aussah. Das bringt mich zurück zu unseren ersten Tagen als Welpen.

Als ich mich plötzlich in diesem Plastiksack wiederfand machte ich eine ganz entscheidende Erfahrung in meinem Leben und ich frage mich noch heute, wie Menschen so etwas tun und kleine Welpen einfach wie Müll wegwerfen können. Wir waren gerade erst auf diese Welt gekommen und wir hatten nie etwas falsch gemacht. Nur weil sich niemand um uns gekümmert hatte waren wir natürlich ganz verlaust, ziemlich verdreckt, voller Würmer und unsere Haut war von allen möglichen Bakterien angegriffen. Aber ist das schon Grund genug uns unter ein anderes Auto zu werfen und uns einfach zu verlassen? Sind wir wertlos oder haben wir hier auch einen Sinn und einen Wert?

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, dass es würdevoll ist ein Hund zu sein und wir genau wie jedes andere Lebewesen auf diesem Planeten einen Wert haben. Auch haben wir einen Zweck und wir sind keineswegs nutzlos. Es kann ja sein, dass die Menschen vergessen haben, wie wir tausende von Jahren zusammen verbracht hatten. Wir haben euch beschützt, euch bei der Jagd geholfen und sind euch bei vielen anderen Dingen zur Seite gestanden. Aber heute sind Hunde entweder teure Haustiere oder sie werden auf die Straße geworfen. Und wir sind da nicht alleine. Auch die Büffel und Pferde haben ihren Zweck mit den neuen Technologien verloren. Aber habt ihr deshalb wirklich das Recht unsere Vereinbarungen einfach zu kündigen ohne dafür zu sorgen, dass wir noch ein ordentliches und würdevolles Leben haben?

Ich habe jetzt ein Zuhause, kein Tierheim und nicht nur einen kalten Käfig, sondern ein richtiges Zuhause. Als ich krank war und mich ein "dermoid sinus" plagte, was für einen thailändischen Ridgeback etwas normales ist, hatte ich eine komplizierte Operation. Und nach der Operation gab es einige Komplikationen und Thomas ging fast jeden Tag mit mir zum Tierarzt und hat sich darum gekümmert, dass ich wieder gesund werde. Während dieser Zeit sind wir beide sehr zusammen gewachsen und wir sind beste Freunde geworden. Deshalb umarmen und küssen wir uns sehr oft. Wir Hunde zeigen unsere Gefühle auf andere Art, doch wenn sie sich die Zeit nehmen und in unsere Augen sehen, dann können sie unsere Seelen sehen.

Ja, ich habe ein Zuhause und ich bin mir darüber bewusst, dass ich dem so elenden Leben eines Straßenhundes gerade noch entkommen bin. Ich muss nicht draußen schlafen, wenn es während der Regenzeit so viel regnet und ich muss nicht in den Mülleimern nach Essen suchen. Ich muss nicht das dreckige Wasser aus den Khlongs mehr trinken und ich muss mich auch nicht mehr alleine mit Parasiten und Infektionen herumschlagen. Niemand schlägt mich und es gibt keinen Grund Angst zu haben. Ich bin hier sicher und ich kann ein stolzer und selbstbewusster Hund sein.

Bitte überlegen sie sich, ob sie einen Straßenhund adoptieren können. Da sind so viele von uns dort draußen und sie können sich nicht vorstellen, was es für uns bedeutet ein Zuhause zu haben. Bitte!
   
   
 
   
 
     
     
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