Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Mona

 
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  Man nennt uns Mona und Lisa, weil wir so schön sind! Wir sind richtige Straßenhunde, ziemliche Promenadenmischungen und genau das macht uns ja so besonders. Auch wenn wir mit unserer Mutter im Stadtzentrum lebten, sind wir natürlich nicht reich, denn wir lebten auf einem Parkplatz vor einer Schule, wo wir uns unter einer Klimaanlage versteckten. Dort lebten viele andere Straßenhunde und sie trafen sich alle in der Nacht auf unserem Parkplatz. Doch unsere Mutter und die anderen zogen immer wieder los und ließen uns Kinder alleine in der Dunkelheit zurück. Und natürlich gab es weder was zum essen, noch frisches Wasser zum trinken.
Das Leben sah ziemlich düster aus.

Schon bald überfielen uns Zecken und Flöhe und verseuchten unsere zarte Haut. Unterernährung machte sich breit und das wenige Essen, das wir vom Hausmeister der Schule bekamen, reichte natürlich keineswegs aus, um gesund zu bleiben. Eines Nachts kam eine nette Dame vorbei und sie hielt ihr Auto genau auf unserem Parkplatz. Sie brachte richtiges Essen für Hunde und natürlich frisches Wasser. Doch dann verschwand sie wieder in der Dunkelheit. Sie kam aber am nächsten Abend mit frischer Milch wieder und kleinen köstlichen Hundesnacks. Dies zog sich über Tage und Wochen hin und wir hatten uns jeden Tag darauf gefreut, sie am Abend wieder zu sehen.

EInes Abends kam sie dann mit ihrem Mann und sie schauten uns beide recht lange an, besprachen etwas und nahmen uns schließlich in einem großen Karton mit in ihr Auto. Wir fuhren dann von unserem Platz weg und kamen auch bald an einem hell erleuchteten Haus an, was sich später als Hundeklinik herausstellte. Dort wurden wir dann eingewiesen und einer großen Reinigung unterzogen. Oh, wie gut das tat als all die Flöhe und Zecken endlich verschwanden und das Tollste an allem war das Duschen und die Pflege. Schon nach einer Woche waren wir sauber und bereit in unser neues Zuhause zu gehen.

Der Anfang dort war nicht einfach, da dort schon andere Hunde lebten und aus irgendwelchen Gründen mochten die uns nicht besonders, so dass wir zunächst für einige Zeit von den anderen Hunden getrennt wurden. Aber unsere neuen Besitzer verbrachten viel Zeit damit sich zu uns zu setzten und uns Hunde doch zusammen zu bringen. Sie sprachen uns zu, spielten mit uns und zeigten viel Geduld. Wir meinen heute, dass die anderen Hunde eben eifersüchtig waren auf uns kleine Welpen und deshalb so ablehnend waren. Doch Liebe und Verständnis und vor allem die Zeit haben geholfen und heute leben wir alle als Freunde in einem Haus.

Wir sind beide Schwestern und wir vermissen das Leben auf der Straße in keinem Falle. Wir freuen uns, dass wir frei im Garten herumlaufen können und vor allem, dass alles Schlechte auf der anderen Seite des Zaunes zu sein scheint. Natürlich sind wir prächtig gewachsen und wir sind immer noch so schön wie damals. Natürlich sehen das nur Menschen, die unsere besondere Rasse lieben. Aber wir können sehr lieb sein und wir haben beide unseren eigenen Stil entwickelt. Auf unsere Art können wir sogar sagen, dass wir unsere eigene Persönlichkeit entwickelt haben.

Stellen Sie sich unser Leben auf dem Schulhof vor und was wohl aus uns geworden wäre. Manchmal kann ein bisschen Mitgefühl und Großzügigkeit doch einen großen Unterschied im Leben machen und das hat es sicherlich für uns.
   
   
 
   
 
     
     
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