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Man nennt uns Mona und Lisa, weil
wir so schön sind! Wir sind richtige Straßenhunde, ziemliche
Promenadenmischungen und genau das macht uns ja so besonders.
Auch wenn wir mit unserer Mutter im Stadtzentrum lebten, sind
wir natürlich nicht reich, denn wir lebten auf einem Parkplatz
vor einer Schule, wo wir uns unter einer Klimaanlage
versteckten. Dort lebten viele andere Straßenhunde und sie
trafen sich alle in der Nacht auf unserem Parkplatz. Doch unsere
Mutter und die anderen zogen immer wieder los und ließen uns
Kinder alleine in der Dunkelheit zurück. Und natürlich gab es
weder was zum essen, noch frisches Wasser zum trinken.
Das Leben sah ziemlich düster aus.
Schon bald überfielen uns Zecken und Flöhe und verseuchten
unsere zarte Haut. Unterernährung machte sich breit und das
wenige Essen, das wir vom Hausmeister der Schule bekamen,
reichte natürlich keineswegs aus, um gesund zu bleiben. Eines
Nachts kam eine nette Dame vorbei und sie hielt ihr Auto genau
auf unserem Parkplatz. Sie brachte richtiges Essen für Hunde und
natürlich frisches Wasser. Doch dann verschwand sie wieder in
der Dunkelheit. Sie kam aber am nächsten Abend mit frischer
Milch wieder und kleinen köstlichen Hundesnacks. Dies zog sich
über Tage und Wochen hin und wir hatten uns jeden Tag darauf
gefreut, sie am Abend wieder zu sehen.
EInes Abends kam sie dann mit ihrem Mann und sie schauten uns
beide recht lange an, besprachen etwas und nahmen uns
schließlich in einem großen Karton mit in ihr Auto. Wir fuhren
dann von unserem Platz weg und kamen auch bald an einem hell
erleuchteten Haus an, was sich später als Hundeklinik
herausstellte. Dort wurden wir dann eingewiesen und einer großen
Reinigung unterzogen. Oh, wie gut das tat als all die Flöhe und
Zecken endlich verschwanden und das Tollste an allem war das
Duschen und die Pflege. Schon nach einer Woche waren wir sauber
und bereit in unser neues Zuhause zu gehen.
Der Anfang dort war nicht einfach, da dort schon andere Hunde
lebten und aus irgendwelchen Gründen mochten die uns nicht
besonders, so dass wir zunächst für einige Zeit von den anderen
Hunden getrennt wurden. Aber unsere neuen Besitzer verbrachten
viel Zeit damit sich zu uns zu setzten und uns Hunde doch
zusammen zu bringen. Sie sprachen uns zu, spielten mit uns und
zeigten viel Geduld. Wir meinen heute, dass die anderen Hunde
eben eifersüchtig waren auf uns kleine Welpen und deshalb so
ablehnend waren. Doch Liebe und Verständnis und vor allem die
Zeit haben geholfen und heute leben wir alle als Freunde in
einem Haus.
Wir sind beide Schwestern und wir vermissen das Leben auf der
Straße in keinem Falle. Wir freuen uns, dass wir frei im Garten
herumlaufen können und vor allem, dass alles Schlechte auf der
anderen Seite des Zaunes zu sein scheint. Natürlich sind wir
prächtig gewachsen und wir sind immer noch so schön wie damals.
Natürlich sehen das nur Menschen, die unsere besondere Rasse
lieben. Aber wir können sehr lieb sein und wir haben beide
unseren eigenen Stil entwickelt. Auf unsere Art können wir sogar
sagen, dass wir unsere eigene Persönlichkeit entwickelt haben.
Stellen Sie sich unser Leben auf dem Schulhof vor und was wohl
aus uns geworden wäre. Manchmal kann ein bisschen Mitgefühl und
Großzügigkeit doch einen großen Unterschied im Leben machen und
das hat es sicherlich für uns. |
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