Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Klose

 
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  Mein Name ist Klose und ich bin die Schwester von Klinsi und Zidane. Mein Bruder Klinsi hat Ihnen bereits die Geschichte mit dem Plastiksack erzählt, wie wir alle gerettet und letztlich Mitglieder hier bei Khlongdogs wurden. Da unsere Geschichten ja sehr eng zusammen hängen, will ich Ihnen lieber mehr von unserem Leben hier im Team erzählen. Wir drei Geschwister sind natürlich unzertrennlich und so ist es wohl am Besten, wenn die Kleinste diese Geschichte erzählt - und das bin ich.

Die Zeit nach unserer Rettung war absolut schlimm, da wir doch einige Zeit in der Intensivstation verbrachten und die Tatsache, dass Beckham, unser kleiner Bruder, gleich in der ersten Nacht dort verstorben ist, trug nun nicht zur Verbesserung der Lage bei. Da Beckham an einem dieser Viren erkrankt war, ging die Sorge um, dass wir ihm sicherlich folgen würden. Aber als die Tage verstrichen stellte sich heraus, dass sich unser Gesundheitszustand nicht verschlechterte. Wir hatten also eine Chance. Natürlich mussten wir noch all diese Infektionen überstehen und all die Medizin und die vielen Tests sind für kleine Welpen doch ziemlich hart. Nun, schließlich kam dann also der Tag als wir unser neues Zuhause sahen und viele andere Hunde. Nun war natürlich alles aufregend und so neu für uns.

Viele Monate sind seither vergangen und wir sind alle groß und vor allem gesunde Hunde geworden. Eigentlich sind wir ja thailändische Ridgeback Hunde und haben als solche auch ein ganz besonderes Aussehen. Aber das Aussehen bedeutet ja nicht viel, obwohl wir alle meinen, dass Klinsi ein ganz besonders schmucker Kerl geworden ist. Doch wenn man ein Hund von der Straße ist, der knapp dem Tode oder einem miserablen Leben entkommen ist, dann zählen andere Dinge weitaus mehr, da nur Essen und auch Trinken nicht alles sind, was einen Hund glücklich macht.

Hier bei Khlongdogs sind wir keine Straßenhunde mehr, sondern wir sind Hunde, die alle das Recht haben ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Wir werden hier respektiert. Wir sind keine Ausgestoßenen und vor allem keine traurigen Fälle, sondern Freunde und Gefährten. Wir regeln unsere Dinge innerhalb der Hundegesellschaft und wir haben Vereinbarungen mit Thomas und Paporn darüber getroffen, wie wir hier grundsätzlich leben. Das ist auch notwendig, wenn so viele unter einem Dach leben. Ich will dabei nicht verschweigen, dass dies nicht immer so funktioniert, da wir Hunde so unterschiedlich sind und wir deshalb auch drei verschiedene Hunde Teams hier haben.

Ich selbst singe und heule für mein Leben gerne und dies vor allem am Morgen und am Abend, Vielleicht mache ich das, weil ich mir sicher bin, dass in meinen Adern das Blut von Wölfen fließt und ich kann sehen, dass Fighter und andere von uns genau so denken. Wir spielen und wir bohren viele Löcher, wir rennen im Garten umher und wir lieben es unsere beiden Menschen zu küssen. Für die meisten Neuankömmlinge dauert es lange Zeit, die Vergangenheit zu verarbeiten und dem Umstand zu vertrauen, dass wir nun ein freundliches und friedliches Zuhause haben. Aber wir finden alle den Weg zum inneren Frieden und erholen uns von den Erinnerungen, den Narben und Verletzungen.

Viele Menschen, die uns heute sehen, können nicht glauben, dass wir alle einst auf den Straßen Bangkoks gelebt haben. Nun, wir sind eben alle rohe Diamanten und mit der richtigen Pflege und vor allem Liebe haben auch wir die Möglichkeit euch allen unsere ganze Schönheit zu zeigen, die wir immer schon tief in uns getragen haben. Bitte denken Sie darüber nach auch einen Hund von der Straße zu adoptieren. Viele unserer Freunde sind noch dort draußen und suchen ein schönes Zuhause.
   
   
 
   
 
     
     
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