Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Khao

 
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  Ich heiße Khao, was in Thai weiß oder Reis bedeutet. Meine Geschichte ist im Grunde sehr traurig, da ich als richtiger Straßenhund hier in den Straßen Bangkoks aufgewachsen bin. Während meines ganzen Lebens habe ich eigentlich keine guten Erfahrungen gemacht und vielleicht ist das der Grund, dass ich ein eher zurückhaltender Typ bin. Die letzten Ereignisse vor meiner Ankunft bei Khlongdogs geben mir da sicherlich Recht und vielleicht gibt es ihnen ausreichend Grund zum Nachdenken.

Nachdem ich mich an vielen verschiedenen Plätzen herumgetrieben habe, fand ich eine nette Baustelle mitten in Bangkok. Eigentlich dachte ich ja, dass dieser Platz für mich sehr geeignet war, da ich mich dort doch überall verstecken und mich ungestört ausruhen konnte. Auch gab es dort einen ganz netten Arbeiter, der mir manchmal Essen und Wasser gab, obwohl er selbst nicht viel hatte. Doch eines Tages kam dieser Zementwagen auf die Baustelle und irgendwie war ich nicht schnell genug. Der Wagen fuhr mich an und ich hatte solche Schmerzen, dass ich nur noch versuchte davon zu rennen. Auch wenn das nicht einfach war, so konnte ich mich doch in den zweiten Stock eines Rohbaus retten. Da war ich nun - erschöpft und voller Angst.

Aber in diesem Gebäude arbeiteten Menschen und die versuchten nun mich davon zu jagen. Da ich aber so erschöpft war konnte ich nur da sitzen und bewegte mich einfach nicht mehr. Da haben sie mich geschnappt und ganz einfach aus dem zweiten Stock hinausgeworfen. Der Arbeiter, der mit sonst immer Essen gab, hat sich dann mit den Leuten im zweiten Stock gestritten und Paporn, die gerade etwas an einem Stand einkaufte, musste dieser Diskussion wohl zugehört haben. Sie nahm den guten Arbeiter bei der Hand und kam zu mir. Sie hoben mich hoch, legten mich in ihr Auto und schon fuhren wir in die nahegelegene Chulalongkorn Tierklinik. Dort haben sie mich auch gleich in die Intensivstation eingeliefert, da die Ärzte besorgt waren, dass der Fall aus dem zweiten Stock meine Wirbelsäule gebrochen haben könnte. Doch auch nach all den Untersuchungen und all den anderen seltsamen Dingen haben sie mich nicht operiert.

Offensichtlich hatte ich Glück und die Wirbelsäule war nicht gebrochen. Da ich mich aber noch immer nicht bewegen konnte, bekam ich Scherzmittel, die mich so benommen machten, dass ich dachte die letzte Stunde sei angebrochen. Aber Paporn blieb die ganze Nacht bei mir, kümmerte sich und wartete gleich neben meinem Käfig. Das gab mir sehr viel Kraft. Später brachte sie mich dann hierher zu Khlongdogs, wo ich noch immer lebe. Nach einigen Wochen in meinem neuen Zuhause habe ich es geschafft wieder normal zu Laufen und mit Doi und der kleinen Hope zu spielen. Leider hat sie uns ja schon bald verlassen und so ist nun der kleine Dream zu uns gestoßen. In den ersten Wochen bin ich ja nur aus meiner Ecke gekommen, um etwas zu essen und hatte dabei immer den Schwanz eingezogen. Heute ist das alles anders und ich laufe überall im Haus herum. Auch bewache ich jetzt das Haus und am liebsten renne ich durch den Garten und grabe große Löcher. Zudem habe ich mich an mein neues Zimmer gewöhnt, das ich mit Doi und jetzt Dream teile. Keine Moskitos mehr in der Nacht - können sie sich vorstellen, was das bedeutet. Aber das Tollste ist doch, dass ich kein Straßenhund mehr bin. Ich habe einen Wert bekommen und ich werde hier wirklich geliebt. Nun, das ist meine Geschichte und ich bin mir sicher, dass viele meiner alten Freunde ganz neidisch auf mich sind.
   
   
 
   
 
     
     
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