Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Kanom

 
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  Mein Name ist Kanom und ich bin einen langen Weg gegangen, um hierher zu kommen. Nun bin ich ja noch ein kleines Mädchen und doch haben mich die ersten etwa vier Monate meines Lebens schon an den Rand des Erträglichen gedrängt und mir beinahe die Hoffnung auf ein normales Leben genommen. Ich wurde während der Regenzeit ausgesetzt und wanderte durch die Straßen meiner Nachbarschaft bis ich endlich an einer Bushaltestelle irgendwo in Nonthaburi gelandet war. Nun war ich ja schon froh, dass ich dort einen kleinen Busch fand, der mir zumindest ein bißchen Schutz gab, aber sie können sich bestimmt vorstellen, dass dies nur wenig nützt, wenn man einen ausgewachsenen Monsunregen über sich ergehen läßt. Natürlich gab es dort an der Bushaltestelle ausreichend Menschen, doch stiegen die alle in einen dieser Busse und fuhren wieder weg. Niemand hat so richtig Notiz von mir genommen. Nun hatte ich mir das ja viel einfacher vorgestellt, aber auch mein attraktives Äußeres änderte nichts daran, dass ich auch nach Tagen noch an dieser Haltestelle saß.

Da war ich nun als Paporn gerade auf der viel befahrenen Prachachuean Straße in Nonthaburi fuhr und mit ihren Gedanken noch ganz bei der Arbeit war. Doch sie sah mich dort auf dem Gehweg sitzen und da der Verkehr sich nur langsam bewegte war es ihr möglich zu parken, zu mir zu kommen und mir in die Augen zu sehen. Da ich nun ja sehr lieb bin, nannte sie mich auch gleich Kanom, das thailändische Wort für Süßigkeit. Aber ich war schmutzig, hatte Bisswunden und war unheimlich durstig und hungrig. Aber dies war mein Glückstag und sie nahm mich auch gleich in ihr Auto und brachte mich zu einem Tierarzt, wo man mich gründlich untersuchte, mich putzte und mir Medikamente gab, um mich wieder auf die Beine zu bringen.

Paporn war sehr damit beschäftigt mir ein neues Zuhause zu finden, da Khlongdogs ziemlich ausgebucht ist. Irgendwie war sie auch erfolgreich und fand ein paar Leute, die mich adoptieren wollten und so wurde ich in mein neues Zuhause gebracht. Irgendwie lief das ganze aber nicht nach Plan und schon nach zwei Tagen riefen meine Adoptiveltern wieder bei Paporn an und sagten ihr, dass sie mich wieder abholen sollte. Also kam ich wieder in die Tierklinik und wartete dort in einem dieser kleinen Käfige. Während ich mir so meine Gedanken über meine Zukunft machte, war Paporn damit beschäftigt mir ein neues Zuhause zu finden. Sie wurde auch fündig und ich sollte in den tiefen Süden auf die Insel Kho Samui geflogen werden. Meine Gedanken wurden unterbrochen als die Krankenschwester kam und meinen Käfig öffnete. Was ich nicht erwartete was, dass nun Thomas auf mich wartete. Ich hatte ihn in der anderen Klinik schon gesehen und er nahm mich nun auch gleich in den Arm. Er redete mit mir und fragte mich, ob ich sein Freund werden wolle. Ich muss zugeben, dass ich am ganzen Körper zitterte, da ich ja nun gar nicht verstand, was da mit mir geschehen sollte. Doch schon nach einigen Minuten wurde mir warm und ich fühlte mich wohl. Es ging mir so durch den Kopf, dass dies mein wirklicher Glückstag war.

Thomas zahlte die Rechnung und nahm mich in sein Auto. Es regnete natürlich schon wieder, aber diesmal war mein Platz nicht mehr unter dem Busch, sondern ich durfte ganz vorne im Auto sitzen. Zusammen fuhren wir dann zu Khlongdogs und ich konnte schon die anderen Hunde hören als wir dort ankamen. Und dann waren da Khao, Dream, Doi und Hiso, die das Tor bewachten und mich herzlich willkommen hießen. Ich sah auch all die anderen Hunde und ich habe sogar Klinsi getroffen, der hier der Größte von allen ist. Ich war sichtlich beeindruckt und sagte mir, dass ich mich von nun an gut benehmen musste, um mein Zuhause nicht noch einmal zu verlieren.

Die ersten Tage waren natürlich nicht ganz ohne Schwierigkeiten, da ein neuer Hund immer wieder auch Eifersucht erzeugt und so hatte ich dann auch die eine oder andere Diskussion mit meinen neuen Hundefreunden. Aber hier habe ich mein Essen und ich werde immer wieder am Bauch gekrault. Ich habe auch ein Zimmer mit Khao und den anderen und muss mich von heute an nicht mehr um die heftigen Monsunregen hier in Bangkok kümmern. Dream sagte mir auch, dass man hier medizinisch sehr gut betreut wird und er zeigte mir gleich alle Plätze, die für einen Hund so wichtig sind. Ich fühle mich richtig gut hier und es war mehr als mein Glückstag – ich habe jetzt ein Zuhause und man liebt mich hier.

Bitte denken auch Sie darüber nach einem Hund oder einer Katze zu helfen, damit auch die anderen nicht mehr auf der Straße leben müssen.
   
   
 
   
 
     
     
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