| |
|
|
 |
|
Ich heiße Hope oder auf deutsch
einfach "Hoffnung". Ich starb unerwartet am späten Nachmittag
des 9. April 2008 und soweit man das heute weiß habe ich mich
einem massiven Nierenversagen ergeben. Noch am Tag zuvor ging es
mir sehr gut, doch an diesem Tag fühlte ich mich schon am morgen
sehr krank. Deshalb sind wir auch gleich zum Tierarzt gefahren.
Mein Zustand hat sich aber von da an zunehmend verschlechtert
und so wurde ich sofort in die Intensivstation eingeliefert.
Wenige Stunden später war es soweit und auch die verschiedenen
Versuche mich wieder ins Leben zu rufen, waren leider
vergeblich. So habe ich mich dann auf meine letzte Reise
gemacht. Es war schön, dass Thomas und Paporn die ganze Zeit bei
mir waren. Glaubt mir: ich wäre gerne noch länger geblieben.
Hier ist meine Geschichte:
Ich lebte in einem Tempel in der Nähe von Navamin hier in
Bangkok. Die Mönche teilte mit uns Wasser und Essen, aber ich
war eben sehr oft allein und musste mich selbst nach Essen
umsehen. Eines Tages hat mich dann ein Besucher des Tempels mit
seinem Auto angefahren und hat mich dort liegen lassen ohne auch
nur anzuhalten. Die Mönche haben mich dann dort gefunden und
brachten mich in ein Tierheim, da ich sehr starke Schmerzen
hatte und mich nicht mehr richtig bewegen konnte. Der Tierarzt
fand dann heraus, dass meine Wirbelsäule unterhalb der Schulter
gebrochen war. Aber zu dieser Zeit gab es niemanden, der eine
Operation hätte bezahlen wollen und so verbrachte ich die
folgende Zeit in einem Käfig. Mit der Zeit verging der Schmerz,
aber laufen konnte ich noch immer nicht.
Aber ich wurde adoptiert und bin jetzt den dritten Tag hier bei
Paporn und Thomas und wollte mich nun doch endlich selbst einmal
vorstellen. Ich bin die Hoffnung oder wie man hier sagt, die
Hope. Ich bin erst gerade einmal etwa 4 Monate alt und hatte
einen bösen Unfall mit einem Auto. Dabei wurde ich schwer
verletzt und die Wirbelsäule ist unterhalb der Schulter
gebrochen. Nach dem Unfall war ich zuerst in einem Tierheim und
wurde dort verpflegt. Als vor Tagen dann Paporn und Thomas
vorbei kamen wusste ich gleich, dass nun etwas passieren würde.
Um die Geschichte kurz zu machen: ich bin jetzt ein vollwertiges
Mitglied bei Khlongdogs und das bedeutet, dass ich hier noch 11
andere Hunde und zudem 16 Katzen habe. Ich bin also nicht
alleine und habe ausreichend Freunde. Ganz besonders habe ich
die Hündin Doi ins Herz geschlossen, da sich Doi immer zu mir
legt, mich küsst und mir Gesellschaft leistet. Das Tollste ist,
dass ich Doi auch beißen und mit ihr spielen darf. Sie ist eine
richtig gute Freundin und hat mir schon viel über ihr eigenes
Leben auf der Straße erzählt.
Ich selbst kann wegen meiner Behinderung nicht richtig laufen,
aber ich bewege mich mit meinen beiden Vorderfüßen ziemlich
flott auf der Veranda umher. Die Hinterfüße sind nun mein
Problem und davon vor allem das rechte Bein. Irgendwie scheint
die Koordination nicht ganz zu klappen, aber ich bemühe mich und
wenn ich mit Doi spiele, dann bewegen sich die Beine auch viel
besser. Gestern hat mich Paporn gebadet und ich musste mich im
Wasser bewegen. Sie meint, dass ich das jetzt öfter machen muss,
damit meine Muskulatur wieder stärker wird. Nun, beim Arzt war
ich auch schon und die haben dort Röntgenbilder gemacht, Blut
abgenommen und mich auf jedem Winkel meines kleinen Körpers
untersucht. Ich muss wohl öfter zum Tierarzt, da sie
verschiedene Untersuchungen mit mir machen wollen. Ich habe das
Gefühl, dass die Beiden mich echt mögen.
Besonders gut ist natürlich, dass ich den ganzen Tag im Freien
bin und damit ich mir meine Hinterbeine nicht verletze, hat mir
Thomas einen Laufstall für kleine Kinder gekauft. Da kann ich
nun herumkrabbeln und spielen und sehe doch alles, was sich im
Haus bewegt. Das ist wichtig, da ich nicht gerne alleine bin und
vor allem sehen muss, wann es etwas zum Essen gibt. Hunger habe
ich nämlich für zwei und zum Glück bekomme ich auch reichlich
Gutes zum Essen. Nachts habe ich meinen eigenen Käfig und
schlafe im gleichen Zimmer wie Doi und Khao. Khao spricht zwar
nicht viel, aber sie ist eine ganz liebe Straßenhündin, die fast
genau so ein schlimmes Schicksal hatte wie ich. So gesehen bin
ich ganz froh, dass ich nun zu Khlongdogs gehöre und ich spüre,
wie meine Lebensgeister wieder aufleben.
Liebe Freunde, man soll die Hoffnung eben nie aufgeben.
Alles Liebe,
Eure kleine Hoffnung (HOPE) |
| |
|
| |
|
 |
|
| |
|
 |
|
| |
|
|
| |
|
|