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Mein Name ist Hiso, aber früher
nannte man mich Buanlua. Früher, das war noch zu den Tagen, als
ich mein Leben als Schoßhund in der High Society verbrachte. Man
nahm mich immer in den Arm, trug mich herum und zeigte mich
stolz anderen Menschen. Nun, ich war schon jemand und alle
hatten mich gern.
Eines Tages fuhr ich mit meiner Besitzerin durch Bangkok als sie
in einen tätlichen Streit mit einem Taxifahrer verwickelt wurde.
Worum es ging weiß ich zwar nicht genau, aber es war mir sofort
klar, dass ich gefragt war und sie verteidigen musste. So ging
ich auf den Taxifahrer zu und versuchte ihn zu vertreiben. Ich
hatte natürlich nicht damit gerechnet, dass er einen so großen
Stein aufgreifen würde und mich damit mehrfach auf den Kopf
schlagen könnte. Doch so kam es und als kleiner Hund konnte ich
eine solche Attacke natürlich nicht aushalten und fiel schon
bald in Ohnmacht.
Ich habe erfahren, dass mich meine Besitzerin blutend auf der
Straße zurück gelassen hatte und einfach weiterfuhr. Wenn da
nicht zufällig ein Straßenkehrer zur Stelle gewesen wäre und
mich in das nächste Tierheim gebracht hätte, wäre ich wohl an
diesem Tage an meinen Verletzungen gestorben. Die Leute in dem
Tierheim arbeiten fast ohne Bezahlung und doch haben sie alles
getan, um mein Leben zu retten. Das muss wohl auch schwierig
gewesen sein, da ich als Folge meiner schweren Kopfverletzungen
über Wochen in einem Koma lag.
Als ich schließlich wieder zu Bewusstsein kam fand ich mich in
einer eher traurigen Umgebung wieder. Da waren andere Hunde mit
Verletzungen, gebrochenen Gliedern und offenen Wunden. Es war
ein sehr schlimmer Anblick, der mir zunehmend Angst machte und
ich fand keine Hoffnung für mich. Ich fand auch bald heraus,
dass ich selbst behindert war, denn ich konnte nun nicht mehr
richtig laufen. Auch war ich auf einem Auge fast blind und ich
dachte mir, dass ich jetzt wohl ziemlich seltsam aussehen
musste.
Ich war ziemlich lange in dem Tierheim. Eines Tages kam eine
nette Dame durch die Türe und irgendwie mochte sie mich trotz
meines eher seltsamen Aussehens doch sehr. Aber sie ging wieder.
Einige Tage später sah ich sie wieder als sie mit ihrem Mann kam
und sie nahmen mich in den Arm und fuhren mit mir nach Hause.
Dies ist auch heute noch mein Zuhause, in dem ich meine Tage
genieße. Ich habe dort auch Freunde gefunden, andere Hunde und
Katzen, mit denen ich gut auskomme.
Ich kann heute wieder ein bisschen besser laufen, doch muss man
mich doch immer wieder auch mal tragen, da ich nicht alles
erreichen kann und ständig umfalle. Ich kann auch noch nicht
besser sehen, aber das spielt alles keine so große Rolle mehr,
denn hier mag man mich und ich bin ein richtiges
Familienmitglied geworden. Man nennt mich heute Hiso und ich
denke, dass das als Erinnerung daran gedacht ist, dass man auch
als toller Hunde ins Elend rutschen kann. Ich versuche mit
meiner Situation so gut wie möglich fertig zu werden und ich
weiß, dass ich immer ein behinderter Hund sein werde.
Doch heute weiß ich was Liebe ist und das zählt mehr als all die
Dinge, die ich verloren habe. Ich habe überlebt und habe ein
Zuhause. Es kann eigentlich kaum besser werden. |
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