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Mein Name ist Fighter und ich kann
ihnen eine Geschichte erzählen. Es war also einer dieser warmen
Abende hier in den Vorstädten Bangkoks. Ich war im Grunde guter
Stimmung als ich mich entschloss mich hier in einem Dorf nahe
Minburi auszuruhen. Da ich für den Rest des Tages ohnehin nichts
mehr vor hatte suchte ich mir einen netten und kühlen Platz nahe
einer dieser Karaoke Bars. Im Nachhinein muss ich sagen, dass
dies ein Fehler war. Aber an diesem Abend sah alles zunächst
ganz gut aus und ich rollte mich in eine Ecke, um mich endlich
auszuruhen. Nach einiger Zeit kamen einige junge Leute aus der
Karaoke Bar und es wurde mir schnell klar, dass sie zu viel
getrunken hatten. Doch wie üblich beachtete ich die Gruppe nicht
sonderlich, solange eben bis sie mich angriffen und so hart
schlugen, dass ich versuchte zu entkommen. Aber an Flucht war
schon nicht mehr zu denken, da sie mich hart schlugen, dass ich
nicht mehr laufen konnte. Obwohl ich schon so viele Schmerzen
hatte, schlugen sie weiter auf mich ein und ließen mich dann
schließlich dort liegen.
Andere Menschen liefen vorbei, aber es dauerte doch einige Zeit
bis sich jemand die Mühe machte, mir in meinem Elend zu helfen.
Ich wurde dann zu einem nahegelegenen Heim gebracht und ich
konnte den Schmerz in meinem Bein kaum aushalten. Die Menschen
in diesem Heim versuchten mein Bein zu retten, doch wie ich
später herausfand, musste es amputiert werden. Mein Bein ist für
immer weg. Als wäre das nicht genug für einen Hund, so musste
ich auch noch in einem engen Käfig leben. Das ist das Ende des
Lebens. So blickte ich also durch die Gitterstäbe und begann
über meine Optionen nachzudenken. Wieder auf die Straße zu gehen
war wohl kaum machbar, da das Leben dort bereits mit vier Beinen
sehr hart ist. Auf den anderen Seite war kaum daran zu denken,
dass jemand einen dreibeinigen Hund adoptieren würde. So wurde
mir also schnell klar, dass meine Aussichten nicht gerade rosig
waren und begann mich mit den Gitterstäben abzufinden.
Da lag ich also in diesem Tierheim und die Tage vergingen ohne
besondere Ereignisse. Ich hatte mich ganz gut von der Operation
erholt, aber da fehlte ein Bein und ich sah kein Licht mehr am
Horizont. Nun, ich war natürlich sehr glücklich, wenn die Leute
aus dem Heim mit mir spielten, doch all diese Freude verschwand
ganz schnell, sobald ich wieder in diesen Käfig musste.
Dann kamen Papron und Thomas vorbei und sie sprachen mit dem
Tierarzt über mich. Thomas kam dann zu meinem Käfig und bat die
Anderen ein paar Minuten mit mir allein zu sein. Er setzte sich
zu mir auf den Boden und blickte mir tief in die Augen - ganz so
als wollte er zu mir reden. Natürlich habe ich sofort damit
begonnen meine schlimme und vor allem aussichtslose Situation zu
erklären und vor allem klar zu machen, dass ich um alles in der
Welt aus diesem kalten Käfig wollte. Und: es hat funktioniert!
Sie haben mich sofort adoptiert und zu Khlongdogs gebracht. Hier
habe ich in Mona und Lisa auch gleich ganz liebe Freunde
gefunden. Paula ist zwar meistens sehr launisch und
eifersüchtig, aber ich küsse und streichle sie sehr gerne. Ich
habe hier einen Garten, wo ich tiefe Löcher bohren und mit
meinen drei Beinen um die Bäume und Büsche rennen kann. Ich kann
mich nun wieder in der Sonne ausruhen und niemand wird mich hier
schlagen. Meine Angst und meine schlechten Erinnerungen an
diesen schlimmen tag habe ich fast vergessen, da ich hier von
Menschen und anderen Hunden sehr geliebt werde. Daher schließe
ich mich den anderen Hunden jeden Tag an, wenn sie den Mond
anheulen und laut singen. Das ist eben unsere Art danke zu
sagen. |
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