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Ich heiße Dream. Ich bin gerade
erst hier bei Khlongdogs angekommen und habe natürlich schon
gehört, was mit Hope passiert ist und dass sie bereits auf ihrem
Weg ist. Ich sehr traurig darüber, aber andererseits bin ich
auch wieder froh, dass ich endlich ein Zuhause gefunden habe.
Auch wenn ich noch ein sehr kleiner Welpe bin, so gibt es
bereits viel über mein Leben auf der Straße zu erzählen, weil
ich als Straßenhund geboren wurde. Nun, sehr bald nach meiner
Geburt fand ich mich allein und musste mich um alles selber
kümmern. Im Grunde fürchte ich mich ja vor nichts, aber die
letzten Wochen auf der Straße waren doch schwieriger als ich je
vermutet hätte.
In der Soi in der ich lebte gab es nicht sehr
viel zu essen und es wurde mir schnell klar, dass ich hinaus und
durch die Nachbarschaft streunen musste, um an etwas Essbares zu
kommen. Es zeigte sich jedoch sehr schnell, dass das leichter
gesagt war als getan, denn an fast jeder Ecke gab es einen
anderen hungrigen Hund und die meisten waren viel älter als ich.
Aber ein hungriger Magen lässt einen auch dumme Sachen machen
und so war es nur eine Frage der Zeit bis ich gebissen wurde.
Das war nicht gerade sehr hilfreich, da meine haut ohnehin schon
entzündet war und meine Haare schon anfingen auszufallen. So
trieb es mich immer weiter weg von meiner Soi und plötzlich fand
ich mich vor einer viel befahrenen Straße wieder.
Wo sollte ich denn nun hingehen? Da waren tausende von Menschen
und überall war Lärm von der endlosen Kette all dieser Autos,
Lastwagen und Motorräder. Aber ich musste unbedingt eine
Entscheidung machen und so entschied ich mich dazu einfach
gerade über diese Straße zu laufen. Die Autos haben natürlich
nicht angehalten und niemand war da, um mir auf meinem Weg zu
helfen. Autos vor mir, hinter mir - bald schon war ich so
verwirrt, dass ich wie gelähmt mitten auf dieser Kreuzung stand
ohne mir irgendwie noch selbst helfen zu können. Dies war der
Moment in meinem kurzen Leben als ich mir sicher war, dass ich
jetzt sterben würde.
Plötzlich versuchte jemand die Autos anzuhalten und kam über die
Straße zu mir. Heute weiß ich, dass es Paporn war, die mich da
so stehen sah. Sie griff schnell nach mir und nahm mich von
diesem miserablen Platz weg. Bald schon fand ich mich in ihrem
Auto wieder und ich hatte endlich die Gelegenheit mich
auszuruhen. Die nächsten Tage verbrachte ich dann in einer Art
Tierheim, da mir Paporn sagte, dass sie derzeit keinen Platz für
mich hätte. Schon bald wurde ich in eine kleine Tierklinik
verlagert und da es wenige Tage vor den Songkran Feiertagen war,
musste nun sehr schnell eine Entscheidung getroffen werden. Ich
brauchte ein Zuhause.
Und wieder griff sie nach mir und wieder fand ich mich in ihrem
Auto wieder. Diesmal fuhren wir zu ihr nach Hause. Zuerst sah
ich Khao und Doi, die wohl das Eingangstor von Khlongdogs
bewachten. Dann sah ich ihren Ehemann, der gerade die vielen
anderen Hunde für die Nacht vorbereitete. Was für ein seltsamer
Platz ist dies? Ich war wieder verwirrt. Nun bin ich also hier
und ich bin auch nicht mehr verwirrt, sondern ein richtiges
Mitglied im Team. Ich kann jetzt jeden tag mit Khao und Doi
spielen und für mich gibt es dreimal am Tag etwas zu essen.
Keine fürchterlichen Kreuzungen und keine üblen Kämpfe mit
anderen hungrigen Hunden mehr.
Meine Haut heilt mit jedem Tag mehr und die vielen Bisswunden
sind auch so langsam am verschwinden. Ich nehme jeden Tag meine
Medizin und ich versuche redlich mich zu benehmen - auch wenn es
mir schwer fällt. Aber das bin eben ich, Dream, und ich bin so
froh, dass ich nun in Sicherheit bin. |
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