Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Dream

 
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  Ich heiße Dream. Ich bin gerade erst hier bei Khlongdogs angekommen und habe natürlich schon gehört, was mit Hope passiert ist und dass sie bereits auf ihrem Weg ist. Ich sehr traurig darüber, aber andererseits bin ich auch wieder froh, dass ich endlich ein Zuhause gefunden habe. Auch wenn ich noch ein sehr kleiner Welpe bin, so gibt es bereits viel über mein Leben auf der Straße zu erzählen, weil ich als Straßenhund geboren wurde. Nun, sehr bald nach meiner Geburt fand ich mich allein und musste mich um alles selber kümmern. Im Grunde fürchte ich mich ja vor nichts, aber die letzten Wochen auf der Straße waren doch schwieriger als ich je vermutet hätte.

In der Soi in der ich lebte gab es nicht sehr viel zu essen und es wurde mir schnell klar, dass ich hinaus und durch die Nachbarschaft streunen musste, um an etwas Essbares zu kommen. Es zeigte sich jedoch sehr schnell, dass das leichter gesagt war als getan, denn an fast jeder Ecke gab es einen anderen hungrigen Hund und die meisten waren viel älter als ich. Aber ein hungriger Magen lässt einen auch dumme Sachen machen und so war es nur eine Frage der Zeit bis ich gebissen wurde. Das war nicht gerade sehr hilfreich, da meine haut ohnehin schon entzündet war und meine Haare schon anfingen auszufallen. So trieb es mich immer weiter weg von meiner Soi und plötzlich fand ich mich vor einer viel befahrenen Straße wieder.

Wo sollte ich denn nun hingehen? Da waren tausende von Menschen und überall war Lärm von der endlosen Kette all dieser Autos, Lastwagen und Motorräder. Aber ich musste unbedingt eine Entscheidung machen und so entschied ich mich dazu einfach gerade über diese Straße zu laufen. Die Autos haben natürlich nicht angehalten und niemand war da, um mir auf meinem Weg zu helfen. Autos vor mir, hinter mir - bald schon war ich so verwirrt, dass ich wie gelähmt mitten auf dieser Kreuzung stand ohne mir irgendwie noch selbst helfen zu können. Dies war der Moment in meinem kurzen Leben als ich mir sicher war, dass ich jetzt sterben würde.

Plötzlich versuchte jemand die Autos anzuhalten und kam über die Straße zu mir. Heute weiß ich, dass es Paporn war, die mich da so stehen sah. Sie griff schnell nach mir und nahm mich von diesem miserablen Platz weg. Bald schon fand ich mich in ihrem Auto wieder und ich hatte endlich die Gelegenheit mich auszuruhen. Die nächsten Tage verbrachte ich dann in einer Art Tierheim, da mir Paporn sagte, dass sie derzeit keinen Platz für mich hätte. Schon bald wurde ich in eine kleine Tierklinik verlagert und da es wenige Tage vor den Songkran Feiertagen war, musste nun sehr schnell eine Entscheidung getroffen werden. Ich brauchte ein Zuhause.

Und wieder griff sie nach mir und wieder fand ich mich in ihrem Auto wieder. Diesmal fuhren wir zu ihr nach Hause. Zuerst sah ich Khao und Doi, die wohl das Eingangstor von Khlongdogs bewachten. Dann sah ich ihren Ehemann, der gerade die vielen anderen Hunde für die Nacht vorbereitete. Was für ein seltsamer Platz ist dies? Ich war wieder verwirrt. Nun bin ich also hier und ich bin auch nicht mehr verwirrt, sondern ein richtiges Mitglied im Team. Ich kann jetzt jeden tag mit Khao und Doi spielen und für mich gibt es dreimal am Tag etwas zu essen. Keine fürchterlichen Kreuzungen und keine üblen Kämpfe mit anderen hungrigen Hunden mehr.

Meine Haut heilt mit jedem Tag mehr und die vielen Bisswunden sind auch so langsam am verschwinden. Ich nehme jeden Tag meine Medizin und ich versuche redlich mich zu benehmen - auch wenn es mir schwer fällt. Aber das bin eben ich, Dream, und ich bin so froh, dass ich nun in Sicherheit bin.
   
   
   
 
     
     
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