Hilfe für Hunde und Katzen in den Straßen Bangkoks
   

Die Geschichte von Doi

 
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  Mein Name ist Doi und ich war ein Straßenhund. Eigentlich hatte ich früher ja einmal ein Zuhause, aber das ist lange her und alles was mir aus dieser Zeit noch geblieben ist, das sind kleine Erinnerungen. Eines Tages war mein gesichertes Leben dann vorbei und ich fand mich auf der Straße wieder, wo ich dann den Tatsachen eines harten Lebens in die Augen sehen musste, da ich mich in einer Stadt, die nicht viel für Hunde ohne Zuhause übrig hat, nun selbst verpflegen musste. Nun, ich habe natürlich mein Bestes versucht und nach einiger Zeit hatte ich auch so etwas wie ein neues Zuhause auf einer der meist befahrenen Straßen Bangkoks gefunden.

Das Leben auf der Rama IX Straße ist alles andere als einfach und ich hatte mir mein neues Heim unter einer Überführung ausgesucht. Der Platz war im Grunde gar nicht so schlecht, wenn man meine Situation in Betracht zieht, nur musste ich jeweils fünf Spuren überqueren, um auf den Gehweg auf der anderen Seite zu gelangen. Deshalb nahm ich dann auch oft den langen Weg über einen Fußgängerüberweg, da es an meinem Platz natürlich weder Futter noch Wasser gab. Ziehe ich nun alles in Betracht, dann war mein Leben dort weder aufregend, noch in irgend einer Form so, wie ich es mir einmal vorgestellt hatte. Zumindest war ich mehr oder weniger sicher vor irgendwelchen Angriffen oder sonstigen Zwischenfällen mit Menschen.

Eines Tages also kam eine nette Dame und nahm mich von meinem Platz weg und brachte mich zu sich nach Hause, wo sie bereits anderen Hunden Schutz gab. Sie sorgte sich wirklich um uns, aber wie es sich später dann herausstellte, hatte sie leider nicht genug Geld und so musste ich meinen Platz auch bald wieder aufgeben. Zumindest wurde ich diesmal nicht wie zuvor ausgesetzt, sondern fand meinen Weg zu Paporn, die mich zunächst für eine begrenzte Zeit aufgenommen hat. Dort war ich dann auch für einige Wochen, aber da niemand sonst wirklich an mir interessiert war, wurde ich dann ein richtiges Mitglied bei Khlongdogs. Da man hier Mitglied fürs Leben wird, bin ich natürlich auch noch immer hier.

Hier übernahm ich schon bald die Sorge für unsere kleine Hope, die leider gelähmt war. Sie hatte sich bei einem Autounfall die Wirbelsäule gebrochen und ich liebe sie wie eine Tochter. Wir spielten viel und ich muss sagen, dass ich sehr glücklich bin auch etwas für einen anderen Straßenhund tun zu können. Leider ist unsere kleine Hope dann bald verstorben. Aber hier im Hause gibt es viele andere Hunde und sogar Katzen. Es ist wirklich schön hier ums Haus zu laufen oder im Garten zu spielen ohne dabei Angst zu haben, dass man von einem Auto angefahren wird. Und natürlich ist meine gute Freundin Khao und der kleine Dream immer in der Nähe.

Ich muss zugeben, dass ich zunächst sehr misstrauisch war als ich hier ankam und ich versuchte mich immer unter dem Auto zu verstecken. Aber mit der Zeit entwickelte ich doch auch Vertrauen und dann Liebe. Ich mag es ja auch, wenn ich geknuddelt und gekrault werde. Ich habe auch ein Zimmer mit Khao und Dream, wobei es für mich schon eine Umstellung war in einem geschlossenen Raum zu schlafen. Jetzt in der Regenzeit beginne ich aber die Vorteile zu sehen und muss nicht die ganze Nacht gegen die Moskitos oder den Regen ankämpfen.

Nun, die wirklich schlechte Nachricht ist natürlich, dass ich nun vergeben bin und sie müssen sich einen der vielen anderen Straßenhunde dort auf der Straße suchen. Aber, wenn sie genau hinsehen, dann werden sie schnell herausfinden, dass es auch noch andere Hunde gibt, die so schön sind wie ich. Sie werden die Schönheit schnell erkennen. Bitte zögern sie nicht und adoptieren sie einen Straßenhund. Bitte!
   
   
 
   
 
     
     
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