 |
|
Sobald man damit beginnt seine Augen zu öffnen und sich auf
die Dinge konzentriert, die genau vor einem liegen, dann kann
man eigentlich das Leben der Straßentiere in Bangkok nicht mehr
übersehen oder ignorieren. Das unglaubliche Leid und die
Schmerzen, die diese Tiere ertragen, ist einfach zu groß, um
ignoriert zu werden. Früher oder später muss man sich mit diesen
Dingen einfach beschäftigen. Doch ungeachtet der Frage, wie sehr
man sich engagiert, begreift man ganz schnell, dass dieses
Leiden im Grunde kein Ende haben wird und sehr schnell wird
einem dann klar, wie hilflos man ist und schon schleicht sich
das allzu deprimierende Gefühl ein, dass die eigene Arbeit und
Hilfe niemals einen Unterschied machen wird.
Aber in unserem Leben gibt es viele kleine Dinge, die zusammen
kommen und in ihrer Gesamtheit dann schließlich einen deutlichen
Unterschied machen können. Vielleicht noch wichtiger ist die
Überlegung, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, wenn es
einem gelingt ein Leben zu verändern, selbst wenn dies nur für
eine kurze Zeit der Fall sein sollte. Die Gleichgültigkeit
wiederum erscheint die am wenigsten geeignete Art zu sein auch
nur irgendetwas auf dieser Welt zu verändern und was könnte
lohnender sein als ein Leben, das man zum Besseren verändert
hat.
Jedes Leben hat seinen Wert!
Wir sind davon überzeugt, dass alle Tiere, die als Straßenhund
oder auch als Straßenkatze geboren oder ausgesetzt wurden, ein
natürliches Recht auf ein würdiges und beschütztes Leben haben.
Wir lassen uns dabei auch durch den Umstand nicht den Mut
nehmen, dass jeden Tag weitere Tiere ausgesetzt werden, sondern
wir helfen weiter immer dort, wo diese Hilfe am meisten benötigt
wird. Sicherlich können wir den Lauf des Lebens nicht verändern
und wir können auch die uns allen gegebene Zeit nicht
beeinflussen, aber wir können jedes einzelne Leben in dieser
gegebenen Zeit verbessern.
Jede lebende Seele hat einen Grund für seine Existenz und muss
seine ganz eigenen Erfahrungen in dieser Welt machen. Wir können
alle dazu beitragen, dass dies eine gute Erfahrung wird und
diesen Seelen dabei helfen ein erfülltes Leben zu haben.
 |
Manche können wir retten. |
 |
Manche können wir nur
trösten. |
 |
Manche können wir nur auf
ihrem letzten Weg begleiten. |
 |
Aber wir können sie alle
lieben. |
Unsere kleine "Hoffnung" ist zu früh verstorben, aber sie hat
uns gelehrt, dass kein Aufwand umsonst, keine Minute und keine
Stunde vertan ist, solange wir einem anderen Wesen unsere Liebe
geben. Diese Liebe wird immer empfunden werden und wozu all dies
auch gut sein mag: nur die Liebe zum Leben und der Respekt für
alle lebenden Seelen kann die Wunden dieser endlosen Qual und
Pein beenden.
Deshalb widmen wir unseren Freunden all unsere Liebe, Zeit und
unser Geld. Wir sehen unsere Freunde nicht als Katze oder Hund,
sondern als Freunde und Seelen, die den gleichen Weg wie wir
beschreiten. Wir haben diese Verantwortung angenommen und wir
versuchen unser Bestes, um zu helfen, zu unterstützen und zu
trösten. Mehr noch als dies versuchen wir den Tieren ein immer
währendes Gefühl zu vermitteln, dass ihr Leben geschätzt wird
und wichtig ist.
Wenn wir nur mehr helfen könnten.
|