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Wir haben uns hier bei Khlongdogs dazu entschieden in Zukunft
einen regelmäßigen Bericht zu schreiben, um unsere Freunde und
Förderer über all die Vorkommnisse und Ereignisse zu
informieren, die uns hier bei Khlongdogs täglich bewegen.
Natürlich hoffen wir, dass Sie diesen Bericht nicht nur
informativ, sondern auch interessant finden und vielleicht trägt
der Bericht auch zum besseren Verständnis all der Individuen
bei, die hier bei Khlongdogs unter einem Dach leben.
Das
wohl schmerzlichste Ereignis der letzten Wochen war sicherlich
der Tag, an dem unsere liebe Spirit für immer von uns gegangen
ist. Es war für Spirit ja schon schwer genug sich von ihren
vielen Vorerkrankungen und Verletzungen zu erholen. Am Ende
musste sie den Kampf gegen das Staupevirus aufgeben, da sie
diese Kraft nicht mehr hatte. Wir vermissen sie so sehr und doch
scheint es so, dass sie uns immer noch besucht und bei uns ist,
wenn wir alle im Garten sind. Das war der Platz, den sie am
liebsten hatte. Wir werden sie nie vergessen.
Leider gibt
es eine weitere schlechte Nachricht, da unser Joey mit
Leberkrebs diagnostiziert wurde. Nun müssen wir für ihn einen
Behandlungsplan erstellen. Da unser Joey jedoch auch nicht mehr
der Jüngste ist, wird das nicht ganz so einfach sein und das
schon deshalb, weil er bislang noch keinerlei Symptome der
Krankheit zeigt. Wir werden daher erst einmal eine Biopsie
machen lassen und dann auf die endgültige Diagnose warten. In
der Zwischenzeit bekommt der alte Herr nun Medikamente, um seine
Leberfunktionen so gut wie möglich zu unterstützen.
Und
dann ist da die liebe Hiso, die sich irgendwie eine
Augenverletzung zugezogen hatte, was bei ihrer Behinderung nicht
überraschend ist. Die Verletzung in ihrem rechten Auge war ganz
offensichtlich schmerzhaft und so bekam sie für fast zwei Wochen
vier verschiedene Augentropfen – jede Stunde über den ganzen
Tag. Ihr Zustand hat sich doch sichtlich verbessert und sie
springt auch wieder mit den anderen Hunden herum. Wir hoffen,
dass sie sich bald ganz erholt.
Lisa hat noch immer ihre
Magen-Darm-Probleme, die uns langsam eher als Mysterium
vorkommen und weniger als eine Krankheit. Inzwischen gehen wir
auch davon aus, dass einer der Gründe für ihre dauernden
Probleme schlicht ihre sensible Psyche ist. Lisa wurde in der
Vergangenheit schon gegen alles Mögliche behandelt, aber eine
deutliche Verbesserung zeigte sich erst als wir feststellten,
dass ihre Bauchspeicheldrüse zu wenig Enzyme produziert und sie
damit kaum etwas richtig verdauen kann. Auch wenn sie heute mit
entsprechenden Medikamenten wieder viel besser da steht, so
treten doch immer wieder Unregelmäßigkeiten auf, die fast alle
auf Ereignisse in ihrer Umgebung zurück zu führen sind. Wir
bleiben da dran und versuchen die Symptome so gut wie möglich zu
reduzieren.
Dream und Kanom haben sich schwer verliebt
und dann auch gleich alle möglichen Stellungen mit wachsender
Begeisterung ausprobiert. Nun waren wir natürlich sehr
glücklich, dass Dream kurz vor dem Überlauf seiner Testosteron
Level kastriert wurde und Kanom sich gleich danach diesem
Eingriff unterzogen hat. Im Gegensatz zu Dream, der diesen
Eingriff in seine Männlichkeit eher locker nahm, hatte Kanom
doch erhebliche Probleme damit. Nicht nur, dass sie gleich am
Tag danach wieder in die Klinik musste, da sie sich ohne
Unterbrechung übergeben hatte, nein, sie hat dann auch
beschlossen ihren Verband und alle Fäden gleich am nächsten Tag
selbst zu entfernen. Aber inzwischen sind Beide wieder wohlauf
und tollen wild umher.
Paula hat sich mal wieder die
Zähne putzen lassen und so ihre alte Schönheit und ein
beeindruckendes Colgate Lächeln wiedererlangt. Aber Paula ist
alt und erfahren genug, um solche Dinge locker zu nehmen und
abgesehen von einem Kratzhusten war sie schnell wieder ganz die
Alte. Da sie sich auf ihre alten Tage noch Hals über Kopf in
unseren lieben Fighter verliebt hat, sieht man nun ihr Lächeln
noch öfter.
Bei den Katzen gibt es nicht allzu viel zu
berichten. Dullop ist nicht mehr blockiert und kann nun wieder
pinkeln wie in alten Tagen. Nur Romeo gibt uns Rätsel auf, da
der kleine Mann einen gesunden Appetit hat und auch sonst alles
normal erscheint, aber keinerlei Gewicht zulegt und viel zu
ruhig ist. Auch seine Blutwerte sehen normal aus und so gehen
wir derzeit noch davon aus, dass er sich irgendwie mit einem
Blutparasiten plagt. Er hat gerade eine zweiwöchige Behandlung
hinter sich gebracht und wird bald wieder weiter untersucht.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass die für uns
aufregendste Zeit war, nachdem wir erfahren haben, dass das
Staupevirus bei uns im Hause war, da ja nun alle Hunde direkten
Kontakt mit Spirit hatten. Allein die Vorstellung, dass dieses
hochansteckende Virus sich in allen Teams hätte verbreiten
können war mehr als beängstigend. So wurden sofort alle Hunde
innerhalb von zwei Tagen eingehend untersucht und erhielten zur
Sicherheit noch eine Nachimpfung. Natürlich war es damit nicht
getan und so haben wir die folgenden Wochen jeden Tag alle Hunde
auf eventuelle Symptome überprüft. Das treibt einen kurz vor den
Wahnsinn. Aber nun dürfen wir wohl sicher sein, dass wir diese
Bedrohung überstanden haben.
Sehr gefreut hat uns, dass
wir Stefanie Mendola von Tierhilfe Assisi hier bei uns begrüßen
durften. Stefanie hat uns in den letzten Monaten so viel
geholfen und zumindest hatte sie noch die Möglichkeit Spirit in
der Klinik zu besuchen. Ganz offensichtlich hat es Stefanie bei
uns gefallen und alle Mitglieder von Khlongdogs haben sich sehr
gefreut.
Bianca und Nadine Maehs haben nun eine
Patenschaft für Susi übernommen. Ganz lieben Dank an euch.
Und dann waren da all die vielen kleinen Aktivitäten
außerhalb unseres Khlongdogs Teams. Nur wenige Tage ist es zum
Beispiel her, dass wir in unserer Gegend eine Hundefamilie
entdeckt haben, die gerade sechs kleine Welpen bekommen und nun
Probleme hat über die Runden zu kommen. Sie haben einen kleinen
Platz in der Nähe eines lokalen Restaurants gefunden und leben
dort unter einem notdürftig gemachten Häuschen. Wir bemühen uns
der Mutter und der Familie immer wieder gutes und nahrhaftes
Essen zu bringen, damit die Welpen von der Mutter ordentliche
Milch bekommen. Wir hoffen natürlich, dass die kleinen Welpen es
schaffen und gesunde Hunde werden. Und dann ist da ein alter
Golden Retriever in einem Außenbezirk, der an Krebs leidet und
niemanden hat, der ihm hilft diese Krankheit zu überstehen. Aber
wir vergessen auch die anderen vielen hungrigen Mäuler überall
am Rande der Straßen nicht. Es ist für alle Streuner sicherlich
eine gute Sache, dass wir uns nun am Ende der Regenzeit
befinden.
Oktober 2008 |
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