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Das folgende Kapitel zielt auf empfohlene Behandlungen von Hunden und nimmt Bezug auf weit verbreitete Erkrankungen und Infektionen. Dabei ist natürlich zu beachten, dass Straßentiere in der Regel keinerlei Impfungen erhalten haben, es sei denn, dass sie zuvor Haustiere waren. Daher ist es empfehlenswert mit ihrem Tierarzt einen generellen Impfplan für das Tier zu besprechen, bevor Sie ein Straßentier adoptieren oder bevor Sie das Tier wieder zurück auf die Straße lassen. Weitere Informationen zu anderen Themen finden Sie mit den folgenden Links.

Körperliche Untersuchung

Die wichtigste Sache, die Sie zur Erhaltung der Gesundheit Ihres Hundes tun können, ist eine tierärztliche Untersuchung im Abstand von maximal einem Jahr. Tiere altern wesentlich schneller als wir das tun, so dass die Früherkennung und Behandlung von Krankheiten von ganz besonderer Bedeutung ist. Da wir mit den Tieren auch nicht reden können, ist es sehr empfehlenswert eine jährliche Regeluntersuchung bei einem Tierarzt Ihrer Wahl einzuplanen. Krankheiten und Symptome können über die Zeit aus verschiedenen Gründen ungeachtet bleiben. Dazu gehören solche Dinge wie Gewichtsveränderung, Zahnkrankheiten, Herzgeräusche, Veränderung der internen Organe, Ohrenprobleme, Augenerkrankungen, Arthritis oder auch Fehlfunktionen der Nieren und der Leber. In vielen Fällen erkennen Tierbesitzer diese Veränderungen nicht früh genug, da man das Tier jeden Tag sieht, keine regelmäßige Untersuchung der Ohren und des Mundes vorgenommen wird oder Symptome dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben werden. So werden aus der Natur der Sache auch interne Erkrankungen nicht erkannt, da die Früherkennung eine besondere Ausbildung, Gerätschaften und Tests erforderlich macht.

Impfungen

Tollwut
Dies ist eine der wenigen sehr gefährlichen Krankheiten, mit denen wir uns selbst anstecken können. Diese Krankheit wird durch ein Virus ausgelöst, der durch eine Hautöffnung in den Körper gelangt. Mit dem Auftreten der typischen Symptome ist die Krankheit dann in der Regel auch zu 100% tödlich.

Staupe
Unter diesem Begriff werden meistens Impfungen gegen verschiedene Viren zusammengefasst, die dann in einer einzigen Impfung gespritzt werden. Alle stationär zu behandelnden Tiere müssen eine aktuelle Impfung gegen Staupe, wie auch gegen Tollwut, haben. Die folgenden sechs Krankheiten sollten in dieser Impfung enthalten sein:

Adenovirus Typ 1 - Dieses Virus verursacht ernsthafte Lebererkrankungen wie ansteckende Hundehepatitis, welche auch die Nieren erfassen kann. Der Verlauf der Krankheit kann oft tödlich sein.

Adenovirus Typ 2 - Dieses Virus befällt die Atemwege und ist einer der Auslöser des Zwingerhustens.

Parainfluenza - Eine Infektion der Atemwege, die zu Zwingerhusten führen und vor allem bei jungen und schwachen Tiere einen ernsthaften Verlauf nehmen kann.

Parvovirus - Eine Erkrankung, die zu Erbrechen und Durchfall führt und Dehydratation, Schwäche und Apathie zur Folge hat. Hier handelt es sich um eine weit verbreitete Erkrankung, die vor allem in Welpen einen oft ernsten Verlauf nehmen und tödlich verlaufen kann, wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt wird.

Coronavirus - Wie das Parvovirus führt diese Erkrankung zu Erbrechen und Durchfall und ist sehr ansteckend. Ernsthafte Fälle ergeben sich dann, wenn die Dehydration nicht aggressiv behandelt wird.

Leptospirose - Diese bakterielle Infektion befällt die Nieren und manchmal auch andere Organe. Das Virus wird durch infizierten Urin verbreitet und kann auch Menschen befallen.

Bordatella
Dieses Bakterium ist ein weiterer Auslöser des Zwingerhustens. Die meisten Zwinger verlangen einen entsprechenden Schutz bevor das Tier eingewiesen wird. Das gilt auch für die meisten Züchter. Daher wird eine entsprechende Impfung zusammen mit der jährlichen Staupeimpfung empfohlen.

Lyme Krankheit
Diese Infektion wird durch infizierte Zeckenbisse ausgelöst und führt zu hohem Fieber, Appetitlosigkeit und chronischer Schädigung der Gelenke und damit wiederum zu Arthritis. Tierbesitzer werden darauf hingewiesen, dass Tiere, die dem ständigen Zugriff von Zecken ausgesetzt sind, einen entsprechenden Schutz erhalten müssen.

Herzwurm
Der Herzwurm ist eine Hundekrankheit (weit weniger bei Katzen), die durch Moskitos übertragen wird. In einem ersten Stadium treiben noch nicht voll entwickelte Würmer im Blutkreislauf und können verschiedene Organe schädigen. Die ausgewachsenen Würmer befinden sich dann in der Lunge und im Herz, wo sie zu Herzversagen und Atemproblemen führen können. Vorbeugende Medikamente können monatlich gegeben werden, wobei viele Tierbesitzer eine einfach ganzjährliche Vorbeugung bevorzugen, da die Medikamente gleichzeitig Darmparasiten bekämpfen. Manche Herzwurm Präparate beinhalten auch eine Komponente zur Sterilisierung von Flöhen, wenn diese den Hunde während der Einnahme der Medikamente beißen. Obwohl dies die Flöhe zwar nicht endgültig ausmerzt, so hilft es im Zusammenhang mit anderen Medikamenten.

Stuhluntersuchung

Die jährliche Stuhluntersuchung wird für Hunde empfohlen. Bei Tieren, die keine regelmäßige Herzwurm-Prophylaxe erhalten, sollte dieser Test alle sechs Monate erfolgen.

Andere Tests

Mit zunehmendem Alter des Hundes sollten verschiedene Tests und Untersuchungen in kürzeren Abständen vorgenommen werden. Für alte Hunde (normalerweise über 8 Jahre) empfehlen sich jährliche Bluttests zur Untersuchung der internen Organe, aber auch zur Feststellung der Nieren- und Leberfunktion, Diabetes oder Anämie, Durchführung eines EKG oder einer Röntgenuntersuchung zur Prüfung der Herzfunktion, eine Untersuchung zur Feststellung des grünen Stars.

   
   
 
   
   
 
   
   
 
   
   
 
     
     
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